Fisch-Ratgeber

Der aktuelle Greenpeace-Fisch-Ratgeber (Stand 03/2013) bietet Ihnen eine Übersicht, welche Fischarten bzw. Bestände grundsätzlich gemieden werden sollten und welche empfehlenswerter sind. Treffen Sie beim Fisch-Einkauf die richtige Wahl!

Hintergrundinfos

Unsere Meere stecken tief in der Krise. Massive Überfischung hat zum Zusammenbruch vieler Fischbeständen geführt. 88 Prozent der europäischen Fischbestände sind überfischt.

Beliebte Arten wie Thunfisch, Dorsch und Heilbutt sind schwer in Bedrängnis: Ihre Bestände sind weltweit bereits um 90 Prozent zurückgegangen. Industrielle Fangflotten plündern die Weltmeere, dringen in immer entferntere Gebiete und größere Tiefen vor.

Als KonsumentInnen können wir gegen diesen Raubbau vorgehen: Essen Sie seltener und bewusster Fisch. Kaufen Sie Fisch aus gesunden Beständen, der mit schonenden Fangmethoden gefangen wurde (wie z.B. mit der Angel gefangener Tunfisch) oder aus nachhaltiger Aquakultur stammt.

Legende

Noch empfehlenswert:
Die genannten Fischereien und Fangmethoden sind bessere Alternativen beim Fischkauf.

Ausnahmen
von nicht vertretbaren Fischereien / Aquakulturen werden genannt.

Nicht empfehlenswert:
Diese Fischbestände werden nicht nachhaltig befischt. Aquakultur ist keine Alternative (es sei denn Bio-Zucht).

Ausnahmen
von noch empfehlenswerten Fischereien / Aquakulturen werden genannt.


Herkunftsangaben:
- für Wildfang: FAO-Fanggebiet, Subfanggebiet/Fischbestand, Fangmethode
- für Aquakultur/Zucht: Herkunftsland, Aquakultur-Methode


Illustrationen
© Sonia Schadwinkel / Greenpeace (20), Greenpeace (17)

Alaska-Seelachs / Pazifischer Polardorsch

Theragra chalcogramma

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der Alaska-Seelachs aus der Familie der Dorschartigen hat sein Vorkommen im nördlichen Pazifik. Er ernährt sich vorwiegend von Krill, aber auch von Fischen und kleinen Krustentieren. Trotz seiner geringen Widerstandsfähigkeit - eine Verdopplung der Population dauert zwischen 4,5 und 14 Jahren - ist der Alaska-Seelachs eine der fischerei­wirtschaftlich am stärksten genutzten Arten.

Dorade / Goldbrasse

Sparus aurata

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • - Herkunftsland: Griechenland, Kroatien, Spanien, Türkei
  • - Zuchtmethode: Extensive Lagunen, Teiche - Naturland zertifiziert
Kurzbeschreibung

Die Dorade - auch Goldbrasse oder Orata im Handel - ist im Ostatlantik beheimatet. Diese Fischart hat kräftige Mahl- und Schneidezähne, so dass zu ihrem Nahrungsspektrum neben Fischen auch Muscheln und Krustentiere zählen. Bei Goldbrassen gibt es keine rein männlichen oder weiblichen Tiere – sie sind zweigeschlechtlich.

Dornhai / Schillerlocke

Squalus acanthias

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der Dornhai wird bei uns häufig unter dem Namen "Schillerlocke" oder "Seeaal" verkauft. Die "Schillerlocke" ist der Bauchlappen des Hais. Dornhaie wachsen langsam und werden sehr alt. Geschlechts­reif werden sie frühestens nach zehn Jahren und erst nach zwei Jahren Tragzeit bringen die Weibchen bis zu 20 Junge zur Welt. Arten mit einer solchen Fortpflanzungsstrategie sind besonders von Überfischung bedroht.

Dorsch / Kabeljau

Gadus macrocephalus, -morhua

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Pazifischer Kabeljau (G. macrocephalus)
    Fanggebiet: Nordostpazifik FAO 67
    Subfanggebiete: Golf von Alaska, Beringmeer, Aleuten
    Fangmethoden: Grund-Langleine, Leinenfang oder Fallen
Kurzbeschreibung

Kabeljau ist im gesamten Nordatlantik - dazu gehören auch Nord- und Ostsee - und Nordpazifik verbreitet. Er kann bis zu 25 Jahre alt, zwei Meter lang und rund 100 Kilogramm schwer werden. Solche alten und großen Exemplare fängt man heutzutage jedoch kaum noch. Kabeljau – in der Ostsee Dorsch genannt – gehörte früher zu den sogenannten "Brotfischen", weil er so zahlreich vorhanden war. Heute sind die meisten Bestände durch Überfischung massiv bedroht.

Heilbutt

Hippoglossus hippoglossus, -platessoides, -stenolepis, Reinhardtius hippoglossoides

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der zu den Plattfischen gehörende Heilbutt ist ein Bodenfisch, der aber auch viel Zeit im freien Wasser verbringt. Er lebt in Tiefen bis 2.000 Metern und kann bis zu 5 Meter groß werden. Mit seiner Körper­größe und einem Gewicht von bis zu 320 Kilogramm ist der Heilbutt eine besonders imposante Plattfischart.

Hering

Clupea harengus

Grundsätzlich empfohlen.

Nicht empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Fanggebiet: Nordostatlantik FAO 27
    Subfangebiete: Finnischer Meerbusen, Nördlicher Bottnischer Meerbusen, Rigaer Meerbusen, Zentrale Ostsee, Keltische See, Porcupine Bank, westlich Irlands
  • Fanggebiet: Nordwestatlantik FAO 21
    Subfangebiete: Bay of Fundy, Südlicher Golf von St. Lorenz (Frühjahrslaicher), Südwest Nova Scotia
Kurzbeschreibung

Der Hering lebt in Schwärmen von bis zu einer Million Fischen in Nord- und Ostsee sowie im gesamten Nordatlantik. Als Beute vieler größerer Fische oder auch mariner Säugetiere spielt der Hering eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Hoki / Neuseeland-Seehecht

Macruronus novaezelandiae, -magellanicus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Hoki, auch Blauer Seehecht genannt, ist ein pazifischer Tiefseefisch. Er hält sich vorwiegend in Bodennähe und dabei in bis zu 1.500 Meter Tiefe auf. Hauptfanggebiet für Hoki sind die Gebiete um Neuseeland.

Karpfen

Cyprinus carpio

Grundsätzlich empfohlen.

Zu bevorzugen:

  • - Bio-Zucht in Teichen aus Österreich, Deutschland, Tschechien
Kurzbeschreibung

Der ursprünglich aus Asien stammende Süßwasserfisch wird in zahlreichen Zuchtteichen gehalten. Die Länge beträgt bei Speise­karpfen meist circa 35 Zentimeter bei einem Gewicht von ungefähr einem Kilogramm. In freien Gewässern erreichen sie in seltenen Fällen bis 110 Zentimeter.

Lachs

Oncorhynchus spp., Salmo salar

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Pazifischer Lachs (Oncorhynchus gorbuscha, -keta, -isutch, -nerka)
    Fanggebiet: Nordostpazifik FAO 67
    Subfanggebiet: Golf von Alaska
    Fangmethode: Ringwaden, Stellnetze, Schleppangeln
    (Oncorhynchus gorbuscha, – keta)
    Fanggebiet: Nordwestpazifik FAO 61
    Subfanggebiet: Iturup, Sachalin
    Fangmethode: Fallen
  • Atlantischer Lachs (Salmo salar)
    Herkunftsland: Schottland
    Zuchtmethode: Käfige - Naturland/Soil Association zertifiziert)
Kurzbeschreibung

Der Lachs ist ein Wanderfisch. Jedoch leben beim Lachs die erwachsenen Tiere im Meer und ziehen zum Laichen in die Flüsse. Lachs im Supermarkt kommt mittlerweile überwiegend aus Aqua­kulturen. Als Fleischfresser braucht der Lachs große Mengen tierisches Eiweiß: bis zu fünf Kilogramm wild gefangener Futterfisch, darunter Hering, bringen ein Kilogramm Lachs.

Makrele

Scomber scombrus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Die Makrele ist ebenso wie der Hering ein Schwarmfisch. Mit mehreren tausend Tieren ziehen die Schwärme durch die Ozeane. Sie sind wichtige Beute der großen Räuber, wie Haie, Tunfische und Delfine. Die Makrelen auf dem deutschen Markt kommen meist aus der nördlichen Nordsee, der Norwegischen See und dem Gebiet westlich der Britischen Inseln.

Miesmuschel

Mytilus edulis, -chilensis, -galloprovincialis

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Herkunftsland: Chile, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Schottland, Spanien
    Zuchtmethode: Hängekulturen an Leinen, Pfahlkulturen
Kurzbeschreibung

Die Miesmuschel befestigt sich mit ihren Byssusfäden bevorzugt an Steinen oder Pfählen oder auch an anderen Mies­muschlen, so dass große Miesmuschel­bänke wie im Wattenmeer entstehen. Sie ernährt sich von Organismenresten und Mikroorganismen, die sie aus dem Wasser filtert. Bis zu fünf Liter Wasser kann eine Miesmuschel in einer Stunde filtern – eine perfekte Kläranlage für die Meere.

Pangasius

Pangasius hypophthalmus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Herkunftsland: Vietnam
    Zuchtmethode: Teiche (geschlossener Kreislauf) - Naturland zertifiziert
Kurzbeschreibung

Der Pangasius stammt aus dem Mekong-Delta (Vietnam) und kann etwa 1,30 Meter lang werden, mit einem maximalen Gewicht von 44 Kilogramm. Er ist Allesfresser, das heißt neben Fischen, Krebsen, Schnecken, Muscheln frisst er vor allem auch Pflanzenmaterial. Das macht ihn interessant für die Zucht in Aquakulturen. Pangasius auf dem deutschen Markt kommt fast ausschließlich aus der Zucht in Vietnam.

Regenbogenforelle / Bachforelle

Oncorhynchus mykiss, Salmo trutta fario

Grundsätzlich empfohlen.

Zu bevorzugen:

  • Bachforelle (S. trutta fario):
    Bio-Zucht in Teichen, z.B. aus Österreich, Deutschland, Schweiz
  • Regenbogenforelle (O. mykiss):
    Bio-Zucht in Teichen (geschlossene Anlagen), z.B. aus Österreich, Deutschland

Nicht empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Regenbogenforelle (O. mykiss):
    Herkunftsland: Dänemark, Deutschland, Italien, Norwegen, Polen
    Zuchtmethode: Käfige
Kurzbeschreibung

Die Regenbogenforelle lebt in Flüssen und Seen, bevorzugt allerdings schnell fließende und klare Gebirgsbäche. Sie kann bis zu 80 Zentimeter lang und zehn Kilogramm schwer werden. Regenbogen­forellen im Handel kommen meist aus Teichzucht.

Rotbarsch

Sebastes fasciatus, – marinus, – mentella

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Drei Rotbarscharten gibt es im östlichen und westlichen Nordatlantik. Sie leben in Tiefen zwischen 70 und mehr als 1000 Metern. Rotbarsche wachsen langsam und werden mit zehn bis 13 Jahren erst spät geschlechtsreif. Dadurch sind sie, ebenso wie der Granatbarsch, besonders anfällig für einen zu hohen Fischereidruck. Dieser Tiefseefisch ist aufgrund der Greenpeace-Arbeit glücklicherweise weitgehend aus dem österreichischen Markt verschwunden.

Bach- / Seesaibling

Salvelinus alpinus, Salvelinus fontinalis

Grundsätzlich empfohlen.

Zu bevorzugen:

  • - Bio-Zucht in Teichen aus Österreich und Deutschland
  • - Wildfischerei aus Österreich
Kurzbeschreibung

Saiblinge gehören zu den Lachsartigen. Der Seesaibling (Salvelinus alpinus) ist in Österreich heimisch. Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) wurde bereist vor 130 Jahren in Österreich eingeführt und ist inzwischen in praktisch allen Fließgewässern der Forellenregion Österreichs verbreitet. Saiblinge werden in Österreich nicht nur als Zuchtfisch sonder auch aus Wildfang angeboten.

Sardelle / Anchovi

Engraulis anchoita, – encrasicolus, – ringens

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Argentinische Sardelle (Engraulis anchoita)
    Fanggebiet: Südwestatlantik FAO 41
    Subfanggebiet: Bnaerense Sub-Population
    Fangmethode: Netzreusen, Ringnetze, Ringwaden
  • Euroäische Sardelle (Engraulis encrasicolus)
    Fanggebiet: Nordostatlantik FAO 27
    Subfanggebiet: Golf von Biskaya
    Fangmethode: Ringwaden
  • Peruanische Sardelle (Engraulis ringens)
    Fanggebiet: Südwostpazifik FAO 87
    Subfanggebiet: Südliches Peru / Chile
    Fangmethode: Ringwaden
Kurzbeschreibung

Die Europäische Sardelle gehört zu den Heringsartigen und ebenso wie Hering lebt sie in großen Schwärmen. Die Sardelle wird höchstens 15 Zentimeter lang und ernährt sich von Plankton.

Sardine

Sardina pilchardus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Fanggebiet: Nordostatlantik FAO 27
    Subfanggebiet: Irische See, Keltische See, Westlicher Ärmelkanal, Zentrale Nordsee
    Fangmethode: Pelagische Schleppnetze, Ringwaden
  • Fanggebiet: Mittelmeer FAO 37
    Subfanggebiet: Alborische See, Straße von Sizilien
    Fangmethode: Pelagische Schleppnetze, Ringwaden
Kurzbeschreibung

Sardinen werden mit 25 Zentimetern etwas größer als Sardellen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom nordöstlichen Atlantik bis nach Senegal. Auch im Mittelmeer und Schwarzen Meer sind Sardinen verbreitet. Der lang­gestreckte Schwarmfisch ernährt sich von Fischeiern, Larven und kleinen Krebstieren.

Schellfisch

Melanogrammus aeglefinus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Fanggebiet: Nordwestatlantik FAO 21
    Subfanggebiet: östliche Georges Bank
    Fangmethode: mit Langleinen oder Handleinen
Kurzbeschreibung

Der Schellfisch gehört zur Familie der Dorsche und lebt in 40 bis 300 Metern Tiefe im Nordatlantik. Mit seinen Bart­fäden am Unterkiefer spürt er am schlammigen Boden Würmer, Muscheln und Krebse auf.

Scholle

Pleuronectes platessa, Lepidopsetta bilineata, -polyxystra

Grundsätzlich nicht empfohlen.

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Pazifische Scholle (L. bilineata, -polyxystra)
    Fanggebiet: Nordostpazifik FAO 67
    Subfanggebiet: Golf von Alaska, Beringsee, Aleuten
    Fangmethode: Grund-Langleinen
Kurzbeschreibung

Schollen gehören zu den Plattfischen. Während ihrer Entwicklung machen Sie einen Wechsel vom "normalen" Fisch hin zu einem platten Fisch durch. Die Tiere werden mit zwei bis fünf Jahren geschlechtsreif und können bis zu 50 Jahre alt werden. Schollen sind in den Gewässern vom westlichen Mittelmeer, entlang der Küste Europas bis hoch in das Weiße Meer und nach Island verbreitet.

Schwertfisch

Xiphias gladius

Grundsätzlich nicht empfohlen.

Kurzbeschreibung

Schwertfisch ist einer der großen Räuber der Meere. Er ist weltweit in gemäßigt warmen bis tropischen Meeren anzu­treffen. Besonders auffällig ist das namensgebende Schwert, das rund ein Drittel der Körperlänge ausmacht.

Seehecht

Merluccius spp.

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Kap-Seehecht (Merluccius capensis)
    Fanggebiet: Südostatlantik FAO 47
    Subfanggebiet: Namibia, Südafrika
    Fangmethode: Handleinen
Kurzbeschreibung

Der Seehecht lebt in weiten Teilen des Atlantiks. Er ist ein Räuber, der sich hauptsächlich von Heringen, Makrelen, Sprotten und Sardinen ernährt. Der Seehecht erreicht (je nach Art) eine Körpergröße bis etwa 140 Zentimetern und ein Körpergewicht von etwa 15 Kilogramm.

Seelachs / Köhler

Pollachius virens

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der Seelachs ist im Gegensatz zum Alaska-Seelachs im Nordatlantik heimisch. Er ist größer (bis 130 Zentimeter) und lebt länger (bis zu 25 Jahre) als der Alaska-Seelachs. Seelachs ist ein Schwarmfisch, der zwischen Küstengebieten und offenem Ozean hin und her wandert.

Seeteufel / Angler

Lophius americanus, -budegassa, -piscatorius

Grundsätzlich nicht empfohlen.

Kurzbeschreibung

Der Seeteufel, auch Anglerfisch genannt, besitzt ein ungewöhnliches Aussehen: Der stark abgeplattete Fisch hat ein großes breites Maul. Auf seinem Kopf sitzt eine Art Angel, mit der er seine Beute anlockt. Er wird bis zu zwei Meter lang und über 50 Kilogramm schwer.

Seezunge

Solea Solea

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Seezungen gehören ebenso wie Schollen zu den Plattfischen. Während ihrer Entwicklung machen Sie einen Wechsel vom "normalen" Fisch hin zu einem platten Fisch durch. Die Tiere werden im Durchschnitt 35 cm lang, maximal bis zu 70 cm. Seezungen können bis zu 26 Jahre alt werden. Seezungen leben küstennah, auf sandigen und weichen Böden und in Tiefen von 10 bis 60 Meter.

Shrimps / Garnelen

Crangon crangon, Nephrops norvegicus, Pandalus borealis, Penaeus spp., Penaeus monodon, Metapenaeus monoceros

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Scampi, Kaisergranat (Nephrops norvegicus)
    Fanggebiet: Nordostatlantik FAO 27
    Subfanggebiet: Skagerrak/Kattegat
    Fangmethode: Fallen
  • Rosenberggarnelen (Macrobrachium rosenbergii)
    Herkunftsland: China, Taiwan, Thailand, Vietnam
    Zuchtmethode: Teiche
  • Tropische Shrimps, Black Tiger (Penaeus monodon)
    Herkunftsland: Bandladesch, Indien, Indonesien, Vietnam
    Zuchtmethode: Teiche (geschlossener Kreislauf) - Naturland zertifiziert
Kurzbeschreibung

Als Garnelen werden unterschiedliche Gruppen benthischer und pelagischer Krebse bezeichnet. Sie haben einen langgestreckten Körper mit langen Antennen. Garnelen gibt es sowohl in kalten wie warmen Meeresregionen. Ein Großteil der Garnelen in den Supermarkt­regalen kommt mittlerweile aus Aquakulturen.

Sprotte

Sprattus sprattus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Fanggebiet: Nordostatlantik FAO 27
    Subfanggebiet: Ostsee
    Fangmethode: Ringwaden
Kurzbeschreibung

Die Europäische Sprotte (Sprattus sprattus) gehört zu den Heringen und bildet ebenso wie diese große Schwärme. Diese sind tagsüber meist in Tiefen von circa 150 Meter und steigen erst in der Dunkelheit nach oben. Die jungen Sprotten ernähren sich vor allem von Kieselalgen, während die ausgewachsenen Tiere vorweigend Zooplankton fressen. Die Sprotte besitzt einen lang gestreckten und spindelförmigen Körper, der bis zu 16 Zentimeter lang werden kann. Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Atlantik von Skandinavien bis Marokko - Nord- und Ostsee, Mittel- und Schwarzes Meer miteingeschlossen. Die Fische sind mit etwa zwei Jahren geschlechtsreif und leben maximal sechs Jahre.

Steinbeißer / Seewolf

Anarhichas lupus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der Steinbeißer hat einen mäßig langgestreckten, hinten seitlich abge­platteten Körper. Besonders ins Auge fällt der massige Kopf mit seinen starken Fangzähnen. Damit zerrreißt er seine Beute, wie Krabben, Hummer und Seeigel.

Tilapia

Oreochromis spp.

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Herkunftsland: Honduras
    Zuchtmethode: Tanks (geschlossener Kreislauf) - Naturland zertifiziert
Kurzbeschreibung

Der Tilapia ist ein Süßwasserfisch und gehört zur Familie der Buntbarsche. Tilapia wird in großen Mengen in Aqua­kultur in Vietnam gezüchtet. Aus der Zucht ausgebrochene Tiere sorgen für Veränderungen in der Artenzusammen­setzung der natürlichen Ökosysteme, da Tilapia ein nicht-heimischer Fisch in Vietnam ist.

Tintenfisch / Octopus / Kalmar / Sepia

Doryteuthis pealeii, Ilex argentinus, -illecebrosus, Loligo forbesii, -gahi, -opalescens, -vulgaris, Octopus vulgaris, Sepia officinalis

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Kalmar (Illex illecebrosus)
    Fanggebiete: Nordwestatlantik FAO 21
    Subfanggebiete: Golf von St. Lawrence, Neufundland, Scotian Shelf
    Fangmethode: Haken & Leinen
  • Kalmar (Loligo opalescens)
    Fanggebiete: Östlicher Zentraler Pazifik FAO 77
    Subfanggebiete: Golf von Kalifornien
    Fangmethode: Ringwaden
  • Europäischer Kalmar (Loligo vulgaris)
    Fanggebiete: Mittelmeer & Schwarzes Meer FAO 37, Nordostatlantik FAO 27, Östlicher Zentraler Atlantik FAO 34
    Fangmethode: Haken & Leinen
  • Tintenfisch (Sepia officinalis)
    Fanggebiete: Nordostatlantik FAO 27
    Subfanggebiete: Golf von Biskaya, Golf von Cadiz, Kantabrische See, Keltische See, Südwetlich Irlands
    Fangmethode: Fallen, Haken & Leinen
Kurzbeschreibung

Sie gehören zur Klasse der Kopffüßer, deren Körper aus einem Rumpfteil, einem Kopfteil mit anhängenden Armen und einem auf der Bauchseite gelegenen taschenförmigen Mantel besteht. Tintenfische sind eine Teilgruppe der Kopffüßer, die mit einem Tintenbeutel ausgestattet ist. Sepien sind zehnarmige Tintenfische, Kraken hingegen besitzen acht Arme.

Thunfisch

Katsuwonus pelamis, Thunnus alalunga, -albacares, -maccoyii, -obesus, -orientalis, -thynnus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Skipjack/Bonito (Katsuwonus pelamis)
    Fanggebiete: Nordostpazifik FAO 67, Nordwestpazifik FAO 61, Östlicher Zentraler Pazifik FAO 77, Südwestpazifik FAO 81, Westlicher Zentraler Pazifik FAO 71 bzw. Indischer Ozean FAO 51, 57
    Subfanggebiete: Westlicher und Zentraler Pazifik bzw. Indischer Ozean
    Fangmethode: Ruten & Leinen
  • Weißer Thunfisch (Thunnus alalunga)
    Fanggebiete: Nordwestpazifik FAO 61, Nordostpazifik FAO 67, Westlicher Zentraler Pazifik FAO 71, Östlicher Zentraler Pazifik FAO 77 bzw. Westlicher Zentraler Pazifik FAO 71, Östlicher Zentraler Pazifik FAO 77, Südwestpazifik FAO 81, Südostpazifik FAO 87
    Subfanggebiet: Nordpazifik bzw. Südpazifik
    Fangmethode: Ruten & Leinen
Kurzbeschreibung

Tunfisch ist nicht gleich Tunfisch: Es gibt allein acht verschiedene Arten, die zur Gattung der Tunfische (Thunnus spp.) gehören, aber auch andere Gattungen wie zum Beispiel Echter Bonito (Katsuwonus pelamis) werden geläufig zu den Tunfischen gezählt. Der Körper des Tunfisch ist stromlinienförmig mit einer sichelförmigen Schwanzflosse. Tunfische sind schnelle Schwimmer und legen weite Strecken zurück.

Wittling

Merlangius merlangus

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der Wittling ist ein mit den Dorschen verwandter Fisch, der unter anderem in der Nordsee und im westlichen Teil der Ostsee zu finden ist. Dort ernährt er sich von Krebstieren und Kleinfischen und kann ein Gewicht von bis zu drei Kilogramm erreichen.

Wolfsbarsch / Branzino / Loup de mer

Dicentrarchus labrax

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Noch empfehlenswerte Ausnahmen:

  • Herkunftsland: Mittelmeer-Länder
    Zuchtmethode: Extensive Lagunen
Kurzbeschreibung

Der Europäische Wolfsbarsch lebt in einer Tiefe von 10 bis 100 Metern, schwimmt meist im flachen Wasser. In den kalten Jahreszeiten ist er eher im tiefen Wasser abseits der Küsten zu finden. Wolfsbarsch wird auch in Aquakulturen gezüchtet. Er kann bis zu einem Meter groß werden.

Zander

Sander (Stizostedion) lucioperca

Grundsätzlich nicht empfohlen!

Kurzbeschreibung

Der ursprünglich aus Osteuropa stammende Süßwasserfisch findet sich in langsam fließenden Flüssen, Seen und Häfen Europas. Auch gezüchtet landet er in deutschen Regalen. Es ist ein Raubfisch, der 10 bis 20 Jahre alt werden kann.