Holz-Ratgeber

Die folgende Liste unterstützt Sie bei der Auswahl der richtigen Holzart. Für alle Hölzer – egal, woher sie stammen – gilt: am besten zertifiziertes Holz kaufen.

Hintergrundinfos

Holz ist schön, keine Frage. Und wer Holz kauft, kann damit sogar die Umwelt schützen: Eine vernünftige Waldnutzung trägt zum Erhalt wertvoller Lebensräume bei, und der Wald entzieht der Atmosphäre klimaschädliches CO2. Wer aber das falsche Holz wählt, fördert eine der größten Umweltkatastrophen der Erde, die den Klimawandel sogar noch verschärft. Weltweit sind bereits vier Fünftel der großen Urwälder zerstört, und die Reste sind massiv durch Holzeinschlag und Brandrodung bedroht – in Afrika, Asien und Amazonien, in Kanada, Russland und Skandinavien. Auf Holz zu verzichten, ist aber nicht nötig: Für beinahe alle Zwecke gibt es umweltverträgliche Alternativen, die wir hier vorstellen.

Eine gute Wahl ist regionales Holz. Noch besser, es trägt das FSC-Zertifikat. Im Baumarkt, Möbelladen oder Einrichtungshaus kann mithilfe dieses Leitfadens – und durch gezieltes Nach- fragen – jeder selbst erkennen und entscheiden, ob er Produkte aus ökologischer Waldnutzung oder zerstörerischem Raubbau kauft.

Legende

Grundsätzlich vertretbar:
Die genannten Hölzer sind bessere Alternativen beim Holzkauf.

Ausnahmen
von nicht vertretbaren Hölzern mit bestimmter Herkunft.

Grundsätzlich nicht vertretbar:
Diese Holzarten kommen aus bedrohten Urwäldern oder aus Plantagen auf ehemaligen Urwaldgebieten. Sie sollen daher überhaupt nicht gekauft werden.

Zertifiziert vertretbar:
Diese Hölzer nur zertifiziert (FSC, Naturland) kaufen.

Birne

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Buche

Grundsätzlich vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Ohne Eingriffe des Menschen wäre Mitteleuropa überwiegend mit Buchenwald bewachsen. Heute macht die Buche in Deutschland nur noch 15 Prozent der Waldfläche aus, ihr Anteil nimmt aber im Zuge des offiziell angestrebten "Waldumbaus" langsam wieder zu. Das harte Holz ist gut für beanspruchte Möbel geeignet. Bei älteren, ökologisch besonders wertvollen Buchen verfärbt sich oft das Kernholz rötlich.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Buchenwälder bieten einen artenreichen Lebensraum. Mit dem Kauf vom Holz der "Rotkernigen Buche" fördert man indirekt naturnähere Wälder in Deutschland, denn bei steigender Nachfrage lassen Förster die Bäume länger stehen. Der Holzimport ist gering. In Möbeln aus Osteuropa kann aber auch Holz aus den letzten Urwaldresten stecken. Sicherheit bietet das FSC-Zertifikat.

Douglasie

Grundsätzlich vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Die Douglasie ist im westlichen Nordamerika heimisch und dort wichtigster Nutzholzlieferant. In Mitteleuropa wird der schnellwüchsige Baum in einigen Gebieten seit mehr als 100 Jahren angebaut. Inzwischen sind die höchsten Bäume Deutschlands mehr als 60 Meter hohe Douglasien. Das gelblich-braune Holz hat ähnliche Eigenschaften wie das der Lärche.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Wenig problematisch ist das zunehmend gehandelte Holz aus europäischen Aufforstungen. Geringe Mengen Douglasien-Holz können aus nordamerikanischen Urwäldern auf unseren Markt gelangen – am besten zertifiziertes Holz wählen. Da die Douglasie in Europa nicht zum natürlichen Artenspektrum zählt, gibt es bei uns nur wenig FSC-zertifizierten Anbau.

Hainbuche

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Siehe: Buche

Kiefer

Grundsätzlich vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Die Kiefer wächst bei uns natürlicherweise auf trockenen oder moorigen Böden, wurde aber vielerorts angepflanzt, vor allem in Nordost­deutschland. Bundesweit zweithäufigster Forstbaum (23 Prozent). Die Monokulturen bieten nur wenigen Tierarten einen Lebensraum, sie sind krankheitsanfällig und werden oft mit Pestiziden besprüht. Große Waldbrandgefahr – die noch steigt, wenn die prognostizierten Klimaänderungen eintreten.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Der Importanteil ist aufgrund der gestiegenen deutschen Eigenproduktion gesunken. Geringe Mengen können aus russischen Urwäldern zu uns kommen. Beim Urwaldschutz in Russland gab es aber in den letzten Jahren deutliche Fortschritte (siehe Fichte). Übrigens kann auch ein eintöniger Kiefernforst zertifiziert sein, wenn der Forstplan langfristig den Umstieg auf eine artenreichere, naturnähere Bewirtschaftung vorsieht – also auf FSC achten.

Linde

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Nussbaum

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Pappel

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Rosskastanie

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Tanne

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Ulme

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Weide

Grundsätzlich vertretbar.


Keine näheren Infos vorhanden.

Ahorn

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Ahorn aus Osteuropa.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Werkzeugstiele
  • Musikinstrumente
Hintergrund

Berg- und Spitzahorn sind typisch für unsere Mischwälder. Ihr helles Holz ist nicht nur bei Tischlern begehrt, sondern auch für Küchengeräte, Spielzeug und Instrumentenbau.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Kann guten Gewissens gekauft werden, auch Holz verwandter Arten aus Nordamerika stammt aus Forsten. In Osteuropa gibt es aber noch Urwaldreste. Bei Laubholzimporten von dort – etwa als Möbel und Holzwerkstoff – kann nicht ausgeschlossen werden, dass Holz aus Urwaldzerstörung zu uns kommt. FSC beachten.

Birke

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Birke aus Nordosteuropa.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Birken brauchen viel Licht, stellen aber wenig Ansprüche an den Boden und sind deshalb besonders in sandigen und moorigen Gebieten häufig. Sie erobern, wenn man sie lässt, als typische Pionierart oft Kahlschlagflächen. Das Holz, auch als Furnier und Sperrholz, ist für Möbel- und Innenausbau beliebt und eignet sich gut zur Imitation von Edelhölzern.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Importe aus Skandinavien, Osteuropa und Nordamerika. Holzprodukte sind das geringere Problem, sie stammen aus bewirtschafteten Wäldern. Die Art ist aber ein wichtiger Bestandteil der letzten Urwälder im Norden Europas, die für die Zellstoff- und Papierindustrie abgeholzt werden. So gelangt Birke aus skandinavischen oder russischen Urwäldern als Zeitschriftenpapier zu uns.

Edelkastanie

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Edelkastanie aus Osteuropa.


Keine näheren Infos vorhanden.

Eiche

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Eiche aus Osteuropa.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Werkzeugstiele
Hintergrund

Nicht nur den Germanen, auch den Griechen, Slawen und Kelten galt die Eiche als heilig. Jahrhundertelang war sie der Hauptbauholzlieferant und diente der Mast von Schweinen und Wildtieren, die in den "Hutewäldern" Eicheln fraßen. Der Trend der letzten 200 Jahre, Eichenwälder durch Nadelforste zu ersetzen, ist gestoppt. Das wertvolle Holz ist fest, elastisch, abnutzungsresistent und witterungsbeständig.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Der Import, meist aus der Ukraine, Estland und Tschechien, macht mehr als 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Eichenholzes aus. So kann auch Holz aus den letzten Urwaldresten Osteuropas auf den hiesigen Markt gelangen. Die forstliche Nutzung der für Mitteleuropa typischen und ökologisch wichtigen Art ist aber erwünscht. Das FSC-Zertifikat garantiert eine umweltverträgliche Holzgewinnung.

Erle

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Erle aus Osteuropa.


Keine näheren Infos vorhanden.

Esche

Grundsätzlich vertretbar.

Ausnahme: Esche aus Osteuropa.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Werkzeugstiele
  • Musikinstrumente
Hintergrund

Das elastische Holz der Esche nutzte man früher im Kutschenbau, heute zum Beispiel für Möbel, Sportgeräte und Werkzeugstiele.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Kann guten Gewissens gekauft werden, auch Holz verwandter Arten aus Nordamerika stammt aus Forsten. In Osteuropa gibt es aber noch Urwaldreste. Bei Laubholzimporten von dort – etwa als Möbel und Holzwerkstoff – kann nicht ausgeschlossen werden, dass Holz aus Urwaldzerstörung zu uns kommt. FSC beachten.

Bambus

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Papier
Hintergrund

Bambus ist kein Holz, sondern zählt – wie Getreide – zu den Süßgräsern. Nur wenige der rund 1200 Arten werden kultiviert, sie spielen vor allem in China und Indien als Nahrungspflanze, Brenn- und Baumaterial sowie zunehmend in der Holz- und Papierindustrie eine wichtige Rolle. Etliche wild wach- sende Arten sind infolge von Waldvernichtung vom Aussterben bedroht. Der bambusfressende Panda ist aber nicht durch Bambusnutzung gefährdet, der Schwund seines Lebensraumes hat andere Ursachen.

Herkunft
  • Plantage
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Als Holz-Alternative können die vielseitig verwendbaren und extrem schnellwüchsigen Pflanzen den Druck auf die Wälder mindern helfen. Zudem kann Bambus in ländlichen Regionen, wo er schon seit Jahrhunderten angebaut wird, einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Eine unkritische Ausweitung der Nutzung birgt aber die Gefahr von Raubbau an Naturbeständen oder kann in Einzelfällen zur Verdrängung anderer Wälder führen. Hier sind strenge Regeln gefordert. Es gibt bereits geringe Mengen FSC-zertifizierten Bambus.

Fichte

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Wächst bei uns auf 28 Prozent der Waldfläche und galt lange als "Brotbaum" der deutschen Waldbesitzer. Doch die ökologisch verarmten Monokulturen sind anfällig für Borkenkäferbefall und Sturmschäden – 90 Prozent der Bäume, die der Orkan "Kyrill" im Januar 2007 umriss, waren Fichten. Natürlicherweise gedeiht die Art in feuchtkaltem Gebirgsklima. Forstwissenschaftler warnen angesichts der Klimaerwärmung vor einem dramatischen Niedergang der Fichtenforste und fordern, den ökologischen Umbau des Waldes mit unterschiedlichen, standortangepassten Baumarten noch zu beschleunigen.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Etwa 20 Prozent Importe, ein Viertel davon aus Russland. Dort stehen Europas letzte große Urwälder. In den vergangenen Jahren erhielten Dutzende Wälder in den nordrussischen Herkunftsregionen das FSC-Zertifikat, und der Kalevalski-Urwald steht nun komplett unter Schutz – Erfolge einer Greenpeace- Kampagne. Einige Baumärkte verkaufen russisches Fichten-Profilholz aus zertifizierten Betrieben. Stets das FSC-Siegel beachten! Übrigens: Fichten sind Haupt-Zellstofflieferant für unseren riesigen Papier- und Zeitschriftenmarkt. Ihm fallen auch Urwaldreste in Skandinavien und Kanada zum Opfer. Also: Papier sparen, Recyclingpapier nutzen!

Hemlock

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Verwendung
  • Innenausbau
  • Papier
Hintergrund

In den temperierten Regenwäldern an der Westküste Kanadas und der USA, einem einzigartigen Ökosystem, wächst diese Art als bis zu 60 Meter hohe Baumriesen. Western Hemlock kommt zudem in Alaska vor; Eastern Hemlock im Osten Nordamerikas. In Europa wurden Hemlocktannen eingeführt. Die leichten, dauerhaften Nadelhölzer werden bei uns oft für Wandverkleidungen und Saunas genutzt.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Hoffnung für die Urwälder in Kanadas Westen: Nach erbitterten Protesten von Greenpeace, indigenen Völkern und regionalen Umweltgruppen gegen Kahlschlag wurden große Urwälder unter Schutz gestellt; umliegende Wälder sollen in Zukunft nachhaltig bewirtschaftet werden. US-Importe meist aus Forsten, Hem- lock aber auch aus Urwäldern in Alaska. FSC-Zertifikat beachten! Alternativen: Kiefer oder Europäische Lärche.

Kirschbaum

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Ausnahme: Kirschbaum aus Zentraleuropa.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
Hintergrund

Die Vogel- oder Wildkirsche ist die Stammart aller Süßkirschensorten, bei uns natürlicher Bestandteil der Mischwälder. Wird wieder mehr gepflanzt, da das rötlich bis goldbraun nachdunkelnde Holz begehrt ist. Noch heute hat sich der Bestand nicht davon erholt, dass Kirschbaumholz zur Biedermeierzeit im 19. Jahrhundert so beliebt war und bevorzugt eingeschlagen wurde.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Ein großer Teil des bei uns verarbeiteten Kirschbaums stammt aus Nordamerika, besonders bei Furnieren. Dass die Kirsche auch in den USA übermäßig eingeschlagen wird, zeigt sich daran, dass zunehmend kleinere Stämme geringerer Qualität geliefert werden. Auch aus Osteuropa kommen Importe; dort ist Urwaldzerstörung nicht auszuschließen. FSC beachten.

Lärche

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Ausnahme: Kirschbaum aus Zentraleuropa.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
  • Papier
Hintergrund

Typische Alpenart. Vielerorts im Flachland eingeführt, braucht aber viel Licht und wächst deshalb nur nach, wenn Förster die Konkurrenz heimischer Baumarten klein halten. Das schöne, harte Holz wird oft für Fenster genutzt. Das Holz der Europäischen Lärche ist durch seine rötliche Färbung vom gelblichen Holz der Sibirischen Lärche zu unterscheiden.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Relativ hoher Importanteil, vor allem aus Sibirien. Hände weg von "Sibirischer Lärche" – sie stammt meist aus Urwaldzerstörung. Erste Betriebe arbeiten inzwischen nach ökologischen Kriterien. Zwar sind künstliche Pflanzungen bedenklich, Lärchenholz kann aber nicht nur Fichte und Kiefer ersetzen, sondern für bestimmte Zwecke auch Tropenhölzer. Nicht ohne FSC-Siegel kaufen!

Robinie

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
  • Werkzeugstiele
Hintergrund

Die aus Nordamerika (Virginia) stammende Robinie (auch "Falsche Akazie" genannt) wurde vor 400 Jahren in Europa eingeführt und ist heute als robuster Pionierbaum weit verbreitet. In Südosteuropa wächst sie in ausgedehnten Forsten. Das Holz ist sehr hart, dauerhaft und elastisch und eignet sich für Parkett und Gartenmöbel.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Wird vor allem aus Ungarn, der Slowakei und Rumänien importiert, stammt nie aus Urwäldern. Zwar ist die Pflanzung einer gebietsfremden Art, oft in Monokultur, ökologisch bedenklich; Robinienholz kann jedoch teilweise Tropenhölzer ersetzen. Berühmtes Beispiel ist die Turmsanierung des Hamburger Michels, für die ein extrem beständiges Holz nötig war – statt Holz aus Afrika wählte man Robinie.

Zeder

Grundsätzlich nur zertifiziert vertretbar.


Importe von Restbeständen aus dem Mittelmeerraum oder aus weiter entfernteren Gebieten, Bestände daher bedroht.

Abachi

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
Hintergrund

Riesige Bäume mit mächtigen Brettwurzeln aus West- und Zentralafrika. Sie sind bis in 30 Meter Höhe astfrei, was den ökonomischen Wert steigert. Die Art wächst im Gegensatz zu den meisten anderen Tropenhölzern nach Kahlschlägen und auch auf verlassenen Flächen gut nach, hat dadurch sogar ihr Verbreitungsgebiet vergrößert. Wird oft für Türen, Bilderrahmen und Saunas genutzt.

Herkunft
  • Wirtschaftswald
  • Urwald
Bewertung

Wichtigstes Herkunftsland für Deutschland ist Ghana. Urwälder gibt es dort kaum noch, Abachi wird hauptsächlich in schon lange bewirtschafteten Wäldern eingeschlagen, deren Bestand dramatisch schrumpft. Importe kommen zunehmend auch aus Kamerun, wo die Urwaldvernichtung rasant voranschreitet. Nicht kaufen!

Afromosia

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

West- und zentralafrikanisches Holz, dessen attraktives, festes Holz etwa für Parkettböden genutzt wird, teils auch als Teak-Ersatz. Das besonders wertvolle – und seltene – Afromosia wächst nur in Regenwaldgebieten.

Herkunft
  • Urwald
Bewertung

Afromosia wird von der Weltnaturschutzorganisation als "bedroht" eingestuft und darf nach dem CITES-Artenschutzabkommen nur mit spezieller Genehmigung gehandelt werden. FSC-zertifizierte Wälder gibt es im Verbreitungsgebiet dieser Art kaum, vom Kauf wird dringend abgeraten!

Akazie

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Papier
Hintergrund

Akazien wachsen schwerpunktmäßig in Australien. Das in Plantagen angebaute Holz wird bei uns meist als Gartenmöbel oder Papier vermarktet.

Herkunft
  • Plantage
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Akazienholz stammt in der Regel aus Plantagen. Die monotonen Pflanzungen verdrängen vielerorts Urwälder – mit schlimmen Folgen. Die "Holzäcker" werden mit Kunstdünger und Pestiziden gepäppelt, die Artenvielfalt schwindet, Böden erodieren, der Wasserhaushalt wird gestört. Es gibt aber FSC-zertifizierte Plantagen: Dafür dürfen keine natürlichen Lebensräume vernichtet werden, der Anbau muss umweltverträglich erfolgen. Auf FSC achten – oder Gartenmöbel aus heimischen Hölzern wählen.

Bangkirai

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
Hintergrund

Die Bäume der Gattung Shorea gehören mit bis zu 70 Metern Höhe zu den gewaltigsten Urwaldriesen Südostasiens. Je nach Art liefern sie Rotes oder Weißes Meranti ("Red Balau") oder das robuste Bangkirai ("Yellow Balau"). Das wertvolle Bangkirai endet meist als "Riffelbohle" für Holzterrassen, aber auch in Brücken, Kaianlagen, Ställen und als Gartenmöbel.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Die Torfwälder Indonesiens und Malaysias sind Brennpunkte der Urwaldzerstörung. Die Folgen: Es werden enorme Mengen CO2 frei, und beinahe 150 Shorea-Arten sowie viele Palaquium-Arten stehen auf der Roten Liste – großenteils in der Kategorie "vom Aussterben bedroht". Erste Baumärkte führen Bangkirai mit FSC-Zertifikat – sonst unbedingt meiden! Alternative für Bodenbretter im Außenbereich: heimisches "Thermoholz".

Bongossi

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
Hintergrund

Das harte und auch im Salzwasser dauerhafte Bongossi wird meist für Hafenanlagen, Brücken und Pfähle eingesetzt, außerdem für Pferdeställe und Spaltböden – es lässt sich kaum zerknabbern. Wird in großen Mengen nach Deutschland eingeführt. Greenpeace-Aktivisten protestierten mehrfach gegen Frachter mit Bongossi-Ladung.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Kommt meist aus afrikanischen Ländern zu uns, in denen es keine nachhaltige Forstwirtschaft sowie massiv illegalen Holzeinschlag gibt. Kann sich zwar potenziell regenerieren, ist aber wegen Übernutzung selten geworden. Derzeit nur eine FSC-Forstkonzession in Kamerun. Ansonsten wird vom Kauf dringend abgeraten!

Cumaru

Grundsätzlich nicht vertretbar.


Diese Holzart kommt aus bedrohten Urwäldern oder aus Plantagen auf ehemaligen Urwaldgebieten. Sie sollte daher überhaupt nicht gekauft werden.

Eukalyptus

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Papier
Hintergrund

Vor allem als Leibspeise der Koalas und als Hustenbonbonzusatz war Eukalyptus bei uns bekannt – bis sein Holz eine steile Karriere als Gartenmöbel machte. Heimat der Baumgattung ist Australien und Südostasien, inzwischen gibt es Eukalyptus-Plantagen in vielen Ländern. Der Großteil des Holzes wird zu Papier verarbeitet.

Herkunft
  • Plantage
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Eukalyptusholz stammt in der Regel aus Plantagen. Die monotonen Pflanzungen verdrängen vielerorts Urwälder – mit schlimmen Folgen. Die "Holzäcker" werden mit Kunstdünger und Pestiziden gepäppelt, die Artenvielfalt schwindet, Böden erodieren, der Wasserhaushalt wird gestört. Es gibt aber FSC-zertifizierte Plantagen: Dafür dürfen keine natürlichen Lebensräume vernichtet werden, der Anbau muss umweltverträglich erfolgen. Auf FSC achten – oder Gartenmöbel aus heimischen Hölzern wählen.

Garapa

Grundsätzlich nicht vertretbar.


Diese Holzart kommt aus bedrohten Urwäldern oder aus Plantagen auf ehemaligen Urwaldgebieten. Sie sollte daher überhaupt nicht gekauft werden.

Iroko

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

West- und zentralafrikanisches Holz, dessen attraktives, festes Holz etwa für Parkettböden genutzt wird, teils auch als Teak-Ersatz. Iroko-Bäume kommen besonders im Übergangsbereich vom Wald zur Savanne vor.

Herkunft
  • Urwald
Bewertung

FSC-zertifizierte Wälder gibt es im Verbreitungsgebiet dieser Art kaum, vom Kauf wird dringend abgeraten!

Jatoba

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Bootsbau
Hintergrund

Dieses in Mittel- und Südamerika beheimatete Holz kommt meist aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zu uns.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Das Holz stammt in der Regel von Urwaldbäumen, in Plantagen werden die Arten kaum gepflanzt. Wenn man unzertifiziertes Holz kauft, ist das Risiko sehr groß, dass man die fortschreitende Zerstörung des größten Regenwaldes der Welt fördert. Jatoba-Holz gibt es aber inzwischen mit FSC-Zertifikat, das eine schonende Holzgewinnung garantiert.

Khaya

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

Das Holz dieser mächtigen afrikanischen Urwaldriesen ähnelt in Aussehen und Eigenschaften dem zur gleichen botanischen Familie zählenden klassischen Mahagoni aus Amerika. Ihr Wert stieg in den letzten Jahrzehnten in gleichem Maße wie echtes Mahagoni seltener wurde – und damit die Ausbeutung. Inzwischen werden auch mehrere Khaya-Arten seltener. Heute sind fast alle "Mahagoni-Stilmöbel" aus diesen Hölzern hergestellt, zudem werden sie als Fensterholz vermarktet.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Hauptherkunftsregionen sind West-und Zentralafrika – dort gibt es in großem Stil illegalen Holzeinschlag. Dieses begehrte, sehr langsam nachwachsendes Holz ist oft der Hauptgrund für die Erschließung neuer Urwaldgebiete. Obwohl die Art auf der Roten Liste steht, wird "Afrikanisches Mahagoni" nach Europa eingeführt. Bisher gibt es nur zwei FSC-Betriebe – unzertifiziertes Holz auf keinen Fall kaufen!

Mahagoni

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

Die Gier nach Mahagoni führte schon früh zur Zerstörung von Urwäldern in der Karibik, Mittelamerika und Amazonien. Nur entlegene natürliche Standorte blieben verschont. 2002 feierte Greenpeace einen Riesenerfolg: Einschlag und Handel von Mahagoni wurden auf der internationalen Artenschutzkonferenz (CITES) stark reglementiert. Der Kampf gegen das illegale Abholzen geht aber weiter, denn Hersteller von Luxusmöbeln zahlen hohe Preise.

Herkunft
  • Urwald
  • Plantage
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Seit die Art unter Schutz steht, exportiert Brasilien offiziell kaum noch Mahagoni. Über Peru gelangt aber weiterhin brasilianisches Holz illegal auf den Markt. Zudem wird Berichten zufolge in Peru selbst Mahagoni illegal geschlagen. FSC- Mahagoni gibt es – in bescheidenen Mengen – aus kommunaler Wald­bewirtschaftung in Zentralamerika oder aus Plantagen. Alternativen: Auch Nussbaum oder Kirsche sind edle Möbelhölzer.

Mango

Grundsätzlich nicht vertretbar.


Diese Holzart kommt aus bedrohten Urwäldern oder aus Plantagen auf ehemaligen Urwaldgebieten. Sie sollte daher überhaupt nicht gekauft werden.

Massaranduba

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Bootsbau
Hintergrund

Dieses in Mittel- und Südamerika beheimatete Holz kommt meist aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zu uns.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Das Holz stammt in der Regel von Urwaldbäumen, in Plantagen werden die Arten kaum gepflanzt. Wenn man unzertifiziertes Holz kauft, ist das Risiko sehr groß, dass man die fortschreitende Zerstörung des größten Regenwaldes der Welt fördert. Massaranduba-Holz gibt es aber inzwischen mit FSC-Zertifikat, das eine schonende Holzgewinnung garantiert.

Meranti

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
Hintergrund

Die Bäume der Gattung Shorea gehören mit bis zu 70 Metern Höhe zu den gewaltigsten Urwaldriesen Südostasiens. Je nach Art liefern sie Rotes oder Weißes Meranti ("Red Balau") oder das robuste Bangkirai ("Yellow Balau"). Aus Meranti wird beinahe jedes zweite Holzfenster in Österreich gefertigt. Da es knapp wird, sucht die Industrie hektisch nach Alternativen und setzt bedauerlicherweise auch auf andere Tropenhölzer aus Raubbau.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Die Torfwälder Indonesiens und Malaysias sind Brennpunkte der Urwaldzerstörung. Die Folgen: Es werden enorme Mengen CO2 frei, und beinahe 150 Shorea-Arten sowie viele Palaquium-Arten stehen auf der Roten Liste – großenteils in der Kategorie "vom Aussterben bedroht".

Merbau

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
Hintergrund

Mächtige Bäume, wachsen vor allem nahe Mangroven und Sümpfen in den Tiefland­regenwäldern Asiens. Zerstreut kommen sie von Madagaskar bis Papua-Neuguinea vor. Das harte, dauerhafte Holz ist begehrt. Obwohl die ökologische Lage seit Jahrzehnten kritisch ist, wird es von fast allen großen Herstellern als Parkett angeboten.

Herkunft
  • Urwald
Bewertung

Infolge von Rodung und Übernutzung sind in vielen Ländern nur wenige Bäume verblieben. Heute kommt Merbau fast nur noch von der Insel Neuguinea (Indonesien und Papua-Neuguinea), wo illegaler Holzeinschlag und Urwaldzerstörung massive Probleme bringen. Wichtige Importeure sind China, Holland und Deutschland. Nie kaufen!

Nyatoh

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Holzwerkstoffe
Hintergrund

Die Bäume der Gattung Shorea gehören mit bis zu 70 Metern Höhe zu den gewaltigsten Urwaldriesen Südostasiens. Je nach Art liefern sie Rotes oder Weißes Meranti ("Red Balau") oder das robuste Bangkirai ("Yellow Balau"). Nyatoh kommt oft als Gartenmöbel aus Südostasien zu uns.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Die Torfwälder Indonesiens und Malaysias sind Brennpunkte der Urwaldzerstörung. Die Folgen: Es werden enorme Mengen CO2 frei, und beinahe 150 Shorea-Arten sowie viele Palaquium-Arten stehen auf der Roten Liste – großenteils in der Kategorie "vom Aussterben bedroht".

Ramin

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
Hintergrund

Gonystylus bancanus ist der dominierende Baum in den Sumpfwäldern Indonesiens und Malaysias, deren Trockenlegung und Abholzung riesige CO2-Mengen freisetzt. Obwohl 15 Ramin-Arten auf der Roten Liste stehen, werden die Wälder weiterhin geplündert und die Sümpfe in Plantagen für Palmöl, Holz und Papier umgewandelt. Das Holz wird meist für Leisten und Bilderrahmen, aber auch für Türen und Möbel verwendet.

Herkunft
  • Urwald
Bewertung

Finger weg! Ramin wird noch immer in Deutschland angeboten, obwohl die Bäume in Indonesien streng geschützt sind. In großem Stil wird Holz von dort nach Malaysia geschmuggelt, von wo aus es legal exportiert werden darf. Wer Fußleisten aus Ramin kauft, unterstützt mit hoher Wahrscheinlichkeit die indonesische Holzmafia und trägt zur Zerstörung der Heimat des Orang-Utans bei! Alternative: das leichte, helle FSC-Marupa aus Brasilien.

Sapelli

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

Das Holz dieser mächtigen afrikanischen Urwaldriesen ähnelt in Aussehen und Eigenschaften dem zur gleichen botanischen Familie zählenden klassischen Mahagoni aus Amerika. Ihr Wert stieg in den letzten Jahrzehnten in gleichem Maße wie echtes Mahagoni seltener wurde – und damit die Ausbeutung. Inzwischen wird auch Sapelli seltener. Heute sind fast alle "Mahagoni-Stilmöbel" aus diesen Hölzern hergestellt, zudem werden sie als Fensterholz vermarktet.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Hauptherkunftsregionen sind West-und Zentralafrika – dort gibt es in großem Stil illegalen Holzeinschlag. Dieses begehrte, sehr langsam nachwachsendes Holz ist oft der Hauptgrund für die Erschließung neuer Urwaldgebiete. Obwohl die Art auf der Roten Liste steht, wird "Afrikanisches Mahagoni" nach Europa eingeführt. Bisher gibt es nur zwei FSC-Betriebe – unzertifiziertes Holz auf keinen Fall kaufen!

Sipo

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

Das Holz dieser mächtigen afrikanischen Urwaldriesen ähnelt in Aussehen und Eigenschaften dem zur gleichen botanischen Familie zählenden klassischen Mahagoni aus Amerika. Ihr Wert stieg in den letzten Jahrzehnten in gleichem Maße wie echtes Mahagoni seltener wurde – und damit die Ausbeutung. Inzwischen wird auch Sipo seltener. Heute sind fast alle "Mahagoni-Stilmöbel" aus diesen Hölzern hergestellt, zudem werden sie als Fensterholz vermarktet.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Hauptherkunftsregionen sind West-und Zentralafrika – dort gibt es in großem Stil illegalen Holzeinschlag. Dieses begehrte, sehr langsam nachwachsendes Holz ist oft der Hauptgrund für die Erschließung neuer Urwaldgebiete. Obwohl die Art auf der Roten Liste steht, wird "Afrikanisches Mahagoni" nach Europa eingeführt. Bisher gibt es nur zwei FSC-Betriebe – unzertifiziertes Holz auf keinen Fall kaufen!

Tauari

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Musikinstrumente
  • Bootsbau
Hintergrund

Dieses in Mittel- und Südamerika beheimatete Holz kommt meist aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zu uns. Mehrere Tauari-Arten stehen infolge der Waldvernichtung bereits auf der Roten Liste der Weltnaturschutz­organisation IUCN.

Herkunft
  • Urwald
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Das Holz stammt in der Regel von Urwaldbäumen, in Plantagen werden die Arten kaum gepflanzt. Wenn man unzertifiziertes Holz kauft, ist das Risiko sehr groß, dass man die fortschreitende Zerstörung des größten Regenwaldes der Welt fördert. Tauari-Holz gibt es aber inzwischen mit FSC-Zertifikat, das eine schonende Holzgewinnung garantiert.

Teak

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Bau
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

Ursprünglich in den Monsunwäldern von Indien, Myanmar (Burma) und Thailand beheimatet, wird die wichtigste Teak-Art heute in vielen tropischen Ländern angebaut, auf Java schon seit Jahrhunderten. Eines der edelsten Tropenhölzer, traditionell für Schiffsbau und noble Möbel begehrt. Inzwischen werden große Mengen Gartenmöbel aus (Plantagen-)Teak verkauft.

Herkunft
  • Urwald
  • Plantage
  • Ökologische Forstwirtschaft
Bewertung

Dramatisch ist die Urwaldzerstörung in Myanmar. Die EU verbot 2007 wegen Menschenrechts­verletzungen Holzimporte von dort. China und andere Nachbarn führen aber weiter große Mengen ein, legal und illegal. Über Umwege können so "Burma Teak"-Produkte zu uns kommen. Auf Java ökologische und soziale Pro- bleme mit Plantagen. Achtung: Urwaldteak wird oft als Plantagenteak deklariert – FSC-Siegel beachten! Alternative für Gartenmöbel: Robinie.

Wenge

Grundsätzlich nicht vertretbar.

Verwendung
  • Möbel
  • Innenausbau
  • Bootsbau
Hintergrund

West- und zentralafrikanisches Holz, dessen attraktives, festes Holz etwa für Parkettböden genutzt wird, teils auch als Teak-Ersatz. Wenge stammt aus den dichten Wäldern des Kongobeckens, das ähnliche Panga panga aus Zentral- und Ostafrika.

Herkunft
  • Urwald
Bewertung

FSC-zertifizierte Wälder gibt es im Verbreitungsgebiet dieser Art kaum, vom Kauf wird dringend abgeraten!