Detox-Kampagne bringt Textil-Branche zum Umdenken

Auch C&A und Li-Ning wollen zukünftig gefährliche Chemikalien aus Produktionskette verbannen

Newsartikel - 21 November, 2011
Nach Puma, Nike, Adidas und H&M reagieren nun auch die Textilkette C&A und die chinesische Sportmarke Li-Ning auf die weltweite Greenpeace-Kampagne gegen "Schmutzige Wäsche". Das Einlenken der beiden Textilgrößen und der gemeinsame Fahrplan für eine "giftfreie" Zukunft, den Adidas, H&M, Nike und Puma kürzlich veröffentlicht haben sind Schritte in eine giftfreie Zukunft.

Die Greenpeace-Kampagne zur "schmutzigen Wäsche" startete im Frühjahr dieses Jahres. Rückstände des hormonell wirksamen Umweltgiftes Nonylphenol fanden sich in einem Großteil der von Greenpeace untersuchten Textilproben großer internationaler Marken.

© Clement Tang / Greenpeace

 

Bis zum Jahr 2020 wollen die Textil-Unternehmen ihre Firmenpolitik dahingehend umstellen, dass die Verwendung von gefährlichen Substanzen entlang der gesamten Liefer- und Produktionskette gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Greenpeace fordert ein noch entschiedeneres Vorgehen im Hinblick auf das bestehende Problem der Wasserverschmutzung und daher kurzfristigere und konkretere Zeitpläne für den Ausschluss der gefährlichsten Chemikalien. Die gesamte Branche muss erkennen, dass schmutzig hergestellte Mode in Zukunft nicht mehr salonfähig ist. Für die Modeproduzenten gilt: Wer nicht bald aus problematischen Chemikalien aussteigt, riskiert das Vertrauen der KonsumentInnen zu verlieren. Mit dem chinesischen Vorreiter Li-Ning, der den Greenpeace-Forderungen folgt, sind wir zuversichtlich, auch die chinesische Textilbranche von einer giftfreien Zukunft zu überzeugen.

Detox-Kampagne

Die Greenpeace-Kampagne zur "schmutzigen Wäsche" startete im Frühjahr dieses Jahres. In zwei Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass große Bekleidungsmarken Flüsse in China mit schadstoffhaltigen Abwässern belasten. Rückstände des hormonell wirksamen Umweltgiftes Nonylphenol fanden sich in einem Großteil der von Greenpeace untersuchten Textilproben großer internationaler Marken. Nach entsprechenden Verpflichtungen von Textil-Größen wie Adidas, Nike, Puma und H&M kann Greenpeace nun mit dem Einlenken von C&A und Li-Ning einen weiteren Kampagnen-Erfolg verkünden.