Atomstrom Check 2012

Immer noch 4 Prozent Atomstrom-Anteil in Österreich

Infoseite - 10 Jänner, 2012
Immer mehr österreichische Energieversorger steigen aus dem Geschäft mit Atomstrom aus. Das zeigen die von GLOBAL 2000 und Greenpeace präsentierten Ergebnisse des aktuellen Atomstrom-Checks. Einzig Verbund und die Kärntner Kelag halten dem Trend entgegen. Um Österreich vollständig atomstromfrei zu machen, braucht es ein gesetzliches Aus für Atomstrom-Importe!

Der aktuelle Atomstrom-Check zeigt, dass in Österreich von zwölf Energieversorgern nun zehn atomstromfrei sind. Dies sind neben den beiden Ökostrom-Anbietern AAE Naturstrom und Ökostrom AG, sowie BEWAG, Wien Energie, EVN, Salzburg AG und Energie Steiermark nun auch Energie AG Oberösterreich, TIWAG und Vorarlberger Kraftwerke (VKW).

Die drei letztgenannten Unternehmen haben gegenüber der letzten Untersuchung im September 2011 bei dieser aktualisierten Untersuchung deutlich transparenter agiert und konnten mittels detaillierter Nachweise belegen, dass der Strom nicht aus Atomkraftwerken stammt (siehe Grafiken weiter unten). Lediglich zwei Stromanbieter halten weiterhin am Handel mit Atomstrom fest – der Verbundkonzern und die Kärntner Kelag.

 

Strommix-Update 2012

 
 

Der Strommix 2011

Das Strommix-Update 2012 der österreichischen Energieversorgungsunternehmen.   Der Strommix 2011

Ein Ausstieg aus Atomkraft ist möglich

Da noch immer Unternehmen am Atomprofit festhalten und heimischen Grünstrom exportieren und mit atomarem Importstrom ersetzen, braucht es ein Atomstrom-Importverbot. Dieses Importverbot von Atomstrom soll im Rahmen des bevorstehenden Anti-Atomgipfels am Montag, den 16. Jänner beschlossen werden. Dass ein solches Verbot auch rechtlich umsetzbar ist, haben Greenpeace und Global 2000 bereits im September 2011 anhand zweier Gutachten von unabhängigen Juristen belegt. Das wäre ein echter Durchbruch im internationalen Kampf gegen die Atomkraft. Jetzt ist eindeutig die Bundesregierung am Zug.

Atomstrom im Mix - Vergleich

Der Anteil an Atomstrom bei den neun Landes-Energieversorgern und dem Verbund, der im Jahr 2010 noch bei 7 Prozent lag ist um 43 Prozent auf aktuell 4 Prozent gesunken. Das bedeutet jedoch, dass noch immer eine Strommenge importiert wird, die der Jahresproduktion des Atomkraftwerks Krško entspricht.

Der Strommix der Anbieter im Detail

KELAG
Verbund
Wien Energie
EVN
STEWEAG
Energie AG
VKW
Salzburg AG
TIWAG
BEWAG
Ökostrom AG
AAE Naturstrom
Stand 01.2012

Bitte einen Energieversorger aus der Liste wählen!
.

Die Bewertung der österreichischen Energieversorgungsunternehmen.

 

Atomstrom - Importverbot

Einer Umfrage zufolge, die im Juni 2011 von Greenpeace und GLOBAL 2000 in Auftrag gegeben wurde, sprechen sich ganze 80 Prozent der ÖsterreicherInnen entschieden gegen den Handel mit Atomstrom durch heimische Energieversorgungsunternehmen aus, 74 Prozent der Befragten befürworten ein Atomstrom-Importverbot. Eine solche Regelung würde zwangsläufig zu einer geringeren Nachfrage nach Atomstrom führen, wodurch weniger Atomkraftwerke benötigt würden.

Greenpeace fordert

Greenpeace fordert den Verbund-Chef Anzengruber daher auf, endlich dem Beispiel seiner Branchenkollegen zu folgen und der eigenen Werbelinie, die saubere Energien verspricht, zu folgen.
» Zum Protest ...

Themen