Fangquoten 2013: Schrittchen statt Sprünge

Newsartikel - 21 Dezember, 2012
In den frühen Morgenstunden des 20. Dezember beschlossen die europäischen Fischereiminister die Fischfangquoten für das kommende Jahr. Dabei setzten sie die Fangmengen in vielen Fällen wieder zu hoch an. So wird auch im kommenden Jahr mehr Fisch gefangen als nachwachsen kann.

Greenpeace Protest für nachhaltige Fischfangquoten in Brüssel

© Eric De Mildt / Greenpeace

Ähnlich wie das EU-Parlament am Dienstag erkennt zwar auch der Ministerrat die Notwendigkeit für eine Kursänderung in der europäischen Fischereipolitik an. Während allerdings das Parlament große Schritte macht, trippelt der Rat vor sich hin. Denn er ist zu zaghaft und wieder wurden Fangquoten höher beschlossen, als es die Wissenschaft empfiehlt.

So wurde zum Beispiel für die Bestände, für die zu wenig Daten zur Verfügung stehen, der Kommissionsvorschlag drastisch aufgeweicht. Während die Kommission die Quote gegenüber dem Vorjahr aus Vorsorgegründen um 20 Prozent senken wollte, konnte sich der Ministerrat lediglich auf eine Quotenreduktion von 5 Prozent verständigen.

Tage zuvor hat Greenpeace gemeinsam mit Kleinfischern aus ganz Europa vor dem Europäischen Rat in Brüssel nachhaltige Fangquoten auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse gefordert.

In einer Greenpeace-Animation werden die Minister aufgefordert gegen die Überkapazität der EU-Fangflotte - einer der Hautgründe der Überfischung - aktiv zu werden und realistische Fangquoten zu beschließen um die Gesundheit der Ozeane zu schützen.

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