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Schlupfloch Tierfutter

Die große Lücke heißt Gentech-Tierfutter

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Österreich produziert wie viele andere Länder zu wenig Eiweißpflanzen, um den Eiweiß-Futteranteil für heimische Nutztiere gewährleisten zu können.

Greenpeace informiert im Supermarkt

Vor allem Soja muß zum größten Teil importiert werden, und auf diesem Weg kommt dann ein hoher Anteil, nämlich  fast zwei Drittel an gentechnisch verändertem Sojaschrot nach Österreich.

In der marktcheck.at Produktdatenbank werden die Produkte auch in dieser Hinsicht genau unter die Lupe genommen.

Seit April 2004 muss infolge der EU-weiten Kennzeichnungsverordnung für gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel das gentechnisch veränderte Tierfutter gekennzeichnet sein. Die Verordnung bezieht sich aber jeweils nur auf den Endabnehmer.

Daher profitiert also nur der Bauer oder Tierhalter von der Tierfutter-Kennzeichnung, nicht aber der Konsument: Der Landwirt weiß ab 18. April 2004 endlich, ob er seine Tiere mit gentechnisch verändertem Tierfutter füttert. Er muss aber in der Folge die Information, ob er seine Tiere mit Gentech-Futtermittel ernährt hat, nicht weitergeben.

Die Käufer wissen also weiterhin nicht, ob das Schwein für ihr Schnitzel, die Kuh für ihre Milch und die Henne für ihre Eier mit gentechnisch verändertem Futter ernährt wurde.

Angesichts von Berichten, dass DNA von Gentech-Pflanzen in Fleisch und inneren Organen, oder aber in Milch nachweisbar ist, bekommt diese Kennzeichnungslücke eine ganz besondere Brisanz. Mehr Infos dazu findest du hier.

Im Februar 2007 übergab Greenpeace eine Million Unterschriften an die EU-UmweltministerInnen. Die UnterzeichnerInnen forderten, dass die Kennzeichnung ausgeweitet wird und für die KäuferInnen erkennbar wird, ob die Tiere, die uns Milch, Fleisch und Eier liefern, mit Gentech-Soja gefüttert wurden.

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