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XertifiX-Siegel

Infoseite - 23 Jänner, 2013
Ende der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts überschwemmten mehr und mehr Granitrohblöcke und fertige Grabsteine aus Indien den deutschen Markt.

GroßunternehmerInnen rollten den Markt mit ihren Billigimporten zu Dumpingpreisen regelrecht auf. Kleinen und mittelständigen (Steinmetzen) blieb oft nur die Alternative Konkurs anzumelden oder selber in die Globalisierung (Importe aus Indien) einzusteigen.

Genau dies versuchten mehrere Steinmetze aus Freiburg in Deutschland, die aber diese Handelsbeziehungen ohne "Schweinereien" aufziehen wollten. So kam es zu einem Kontakt mit Benjamin Pütter, dem Kinderarbeitsexperten von MISEREOR (Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland), der vor Ort in Indien nachsehen sollte, ob in den Steinbrüchen in Indien auch keine Kinder- und Sklavenarbeit vorhanden sei. Zur großen Überraschung aller wurden aber in den Exportsteinbrüchen, die unangemeldet besucht wurden, Kinder unter 18 Jahren angetroffen und die Erwachsenen mussten oft Schulden abarbeiten und bekamen keinen oder nur sehr geringen Lohn, der weit unter dem staatlich garantierten Minimumlohn lag.

Es entstand die Idee einer Siegelung von Steinen aus Indien, die garantiert ohne Kinder- und Sklavenarbeit hergestellt sind. Im Jahre 2005 wurde dann der Verein XertifiX gegründet und im Folgejahr ins Vereinsregister Freiburg in Deutschland eingetragen. XertifiX betreibt eine Kampagne gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen ist derzeit die einzige Organisation, die Gütesiegel für Natursteine vergibt, die nicht in Kinderarbeit produziert wurden. XertifiX-zertifizierte Steine sind derzeit nur in Deutschland erhältlich.

Quelle: XertifiX

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