Fukushima-Antiatom-Gedenktour durch Österreich

Newsartikel - 3 März, 2012
Am 11. März 2011 ereignet sich Japan ein Erdbeben der Stärke 9,0 und darauffolgend ein Tsunami, der mindestens 15 000 Menschen das Leben kostet, tausende werden noch vermisst. Der Tsunami löst die größte nukleare Katastrophe seit Tschernobyl aus.

Im Atomkraftwerk Fukushima Daichii kam es in der Folge zu drei Kernschmelzen in nebeneinander liegenden Reaktorgebäuden. Das AKW Fukushima ist bis heute nicht gesichert. Rund 150.000 Menschen, die im Gebiet rund um dieses Kraftwerk gelebt haben, können bis heute nicht in ihr Heim zurückkehren.

Greenpeace startete deshalb am 1. März in Graz mit einer Gedenktour durch österreichische Landeshauptstädte. Klagenfurt und Innsbruck folgten am 2. + 3. März. Auf einer zehn Meter langen Gedenktafel waren interessierte Menschen eingeladen, ihr Mitgefühl den Opfern des Tsunamis auszudrücken. Aber ebenso wurden politische Forderungen auf der zweiten Seite der Gedenktafel angebracht, die an Wirtschaftsminister Mitterlehner überreicht werden soll.

"Vor einem Jahr wurde Japan von einem Jahrhundert-Erdbeben, einem Tsumami und vom größten Reaktorunfall seit Tschernobyl erschüttert. Eine dieser Katastrophen wäre vermeidbar gewesen. In drei neben einander liegenden Reaktorgebäuden kam es zu Kernschmelzen - das ist einzigartig in der Geschichte der Atomindustrie. Die japanische Bevölkerung wird noch Generationen unter den Folgen dieses verheerenden Unfalls leiden müssen", zeigt sich Niklas Schinerl, der Atomsprecher von Greenpeace bis heute über das Ausmaß der Katastrophe betroffen.

Die nächsten Stationen der Gedenktour sind:
Montag, 5.3. 10-15Uhr in Salzburg
Dienstag, 6.3. 10-15Uhr in Linz
Mittwoch, 7.3. 11-16Uhr in Wien

Wir laden alle Interessierten ein, ihre Betroffenheit an unseren Gedenktafeln zum Ausdruck zu bringen.

 

 

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