Newsartikel - 19 Jänner, 2013
Das tschechische Umweltministeriums hat bekanntgegeben, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung für zwei neue Blöcke des AKW Temelin positiv abgeschlossen wurde.
Das südböhmische AKW Temelin.
© Greenpeace / Wartha
Aus Greenpeace Sicht ist das UVP-Verfahren ein reines Scheinverfahren, das nicht einmal die Mindeststandards demokratischer Mitbestimmung erfüllt. Die Anhörungen in diesem so wichtigen Verfahren wurden derart schnell durchgepeitscht, dass kritische Stimmen nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Das Temelin UVP-Verfahren hat die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bewertet, obwohl bis zum heutigen Tag nicht geklärt war, welcher Reaktortyp für die neuen Reaktoren eingesetzt wird.
Die Stresstests im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass auch verhältnismäßig neue AKW, gravierende Sicherheitsmängel aufweisen. Ein weiterer Ausbau des AKW Temelin bedeutet die Fortsetzung einer Abhängigkeit von Atomkraft. Anstatt Milliarden in hochriskante AKW-Projekte zu stecken, muss die tschechische Regierung in erneuerbare Energien investieren.