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Giftiger Chemiecocktail in Pollen

Greenpeace-Protest bei Chemiekonzern Bayer gegen Bienenkiller

Newsartikel - 16 April, 2014
Greenpeace-AktivistInnen protestierten heute gegen die Produktion und Verwendung bienengefährdender Pestizide vor dem Bayer-Hauptsitz in Leverkusen. Auf einem 17 mal 10 Meter großen Fotobanner am Gebäude fordern Bienen den Chemiekonzern auf: „Stop killing us!“ Anlass für den Protest ist das schockierende Ergebnis eines Greenpeace-Reports, der heute veröffentlicht wurde.

Greenpeace-Protest bei Chemiekonzern Bayer

 

Gegenstand der Greenpeace-Studie „Gift im Bienen-Gepäck“ ist die Pestizidbelastung von sogenanntem Bienenbrot aus der Wabe und in den „Pollenhöschen“ der Biene. Als Bienenbrot wird Blütenpollen bezeichnet, den die Bienen in der Wabe einlagern, mit Speichel vermischen und so haltbar machen.

Die Studie untersucht 25 Proben von Bienenbrot aus insgesamt sieben europäischen Ländern, sowie 107 Pollenproben aus zwölf europäischen Ländern. Die Proben stammen aus der Saison 2013 (März bis September). Über zwei Drittel der von Bienen gesammelten Pollen war mit bis zu 17 verschiedenen Pestiziden belastet. Bei den nachgewiesenen Chemikalien handelt es sich um Insektizide, Akarizide, Fungizide und Herbizide, die von Chemiekonzernen wie Bayer, Syngenta und BASF produziert werden.

Diese Gift-Cocktails sind das schwere Gepäck, das unsere Bienen und andere Insekten tragen müssen. Die Studie ist ein weiterer Beweis für ein scheiterndes landwirtschaftliches System, das auf Monokulturen und den massiven Einsatz von Chemiekeulen baut.

Greenpeace Forderungen

In Anbetracht der Ergebnisse der Studie und bezugnehmend auf die Empfehlungen der EFSA fordert Greenpeace die bereits bestehenden Teilverbote der bienentödlichsten Pestizide (Clothianidin, Imidacloprid, Thiamethoxam und Fipronil) zu einem vollständigen Verbot zu erweitern. Darüber hinaus müssen alle weiteren für Bienen gefährlichen Pestizide verboten werden (beginnend mit Chlorpyrifos, Cypermethrin und Deltamethrin).

Bundesminister Andrä Rupprechter muss sich auf EU-Ebene für ambitionierte Aktionspläne zur Überwachung der Gesundheit von Bienen und anderen Bestäubern einsetzen. Zusätzlich muss eine Umverteilung der Förderungen, weg von chemieintensiver industrieller hin zu ökologischer Landwirtschaft und deren Erforschung eingeleitet werden. Auf nationaler Ebene braucht es einen Fahrplan zur flächendeckenden Einführung einer sinnvollen Fruchtfolge, dem Kernelement einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft. So kann Österreich zum Vorreiter im Bienenschutz werden, damit ‚im Zweifel für die Bienen‘ gehandelt wird.

 

Schütze die Bienen!

Bereits tausende Menschen weltweit setzen sich für den Schutz der Bienen ein. Im Sinne einer gesunden, bienenreichen Zukunft fordern sie das gesetzliche Verbot bienenschädlicher Pestizide. Sie setzen sich ein für den Wechsel von einem destruktiven, chemieintensiven Landwirtschaftssystem hin zu einer nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft. Fügen Sie jetzt Ihren Namen hinzu!

 

 

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