Newsartikel - 17 Jänner, 2013
Weltweit hat Mais seit dem 20. Jahrhundert eine sehr hohe Bedeutung. In den industrialisierten Ländern wird er hauptsächlich als Futtermittel, zur Weiterverarbeitung und in jüngerer Vergangenheit auch zur Ethanol-Produktion verwendet.
© Gustavo Graf/Greenpeace
In einigen lateinamerikanischen und zunehmend in afrikanischen Ländern wird Mais als Lebensmittel erzeugt oder importiert. Mais ist hier ein Schlüsselfaktor für das Überleben der Bauern und der indigenen Bevölkerung, die in den meisten lateinamerikanischen Ländern leben.
Mais ist das Getreide der Bevölkerung und der Kulturen des amerikanischen Kontinents. Dabei ist Mexiko das Weltzentrum des ursprünglichen Mais' - der direkte Vorläufer des heutigen Mais, der Teosint, stammt aus dem lateinamerikanischen Land.
Aus diesem Grund muss dieses Getreide vor genetischen Verunreinigungen geschützt werden. Warum? Werden die aktuellen Maissorten, die in großem Maßstab weltweit gepflanzt werden, durch eine tödliche Krankheit bedroht, muss auf den ursprünglichen Mais zurückgegriffen werden können um resistete Sorten zu entwickeln. Wird jedoch der "Urmais" gentechnisch verunreinigt und die biologische Vielfalt reduziert ist die Möglichkeit Ersatz zu finden begrenzt. Eine Gefährdung der Ernährungssicherheit wäre die Folge.
Wir brauchen dringend Ihre Hilfe!
Die mexikanische Regierung will den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Mexiko genehmigen. Bis jetzt haben es mexikanische Bauern und Organisationen wie Greenpeace geschafft, Zulassungen für Agrobusiness-Giganten wie Monsanto, DuPont und Dow AgroSciences zu verhindern. Die neu gewählte Regierung will die Anträge zu Gentech-Mais aber nun bewilligen.