Weltumwelttag: Jeder Beitrag zählt

Fünf Tipps für einen grüneren Alltag

Newsartikel - 5 Juni, 2016
Je mehr wir verdienen, desto mehr konsumieren wir. Somit verbrauchen wir auch deutlich mehr an Ressourcen. Der ökologische Fußabdruck, ein Maßstab dafür, wie stark wir unsere Umwelt belasten, liegt bei 5,3 Hektar pro Person in Österreich. Würden alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen wie wir, dann bräuchten wir drei Planeten. Doch wir haben nur diesen einen - daran soll uns der Weltumwelttag erinnern. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Umwelt zu schonen und dabei auch noch Geld zu sparen. Wie einfach das funktioniert, zeigen euch unsere fünf Umwelt-Tipps für den Alltag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wertvolle Tropfen

Ob beim Duschen, Waschen, Kochen oder Trinken – Wasser ist ein unersetzbarer Bestandteil unseres Lebens. Laut einer Studie der Wiener Universität für Bodenkultur (BOKU) verbraucht eine Person täglich 135 Liter Wasser. Doch nicht für alle ist der Zugang zu Wasser selbstverständlich – eine Entwicklung, die sich weiter verschärfen könnte. Das Umweltministerium geht davon aus, dass im Jahr 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen sein werden. Daher gilt es sich heute schon dieser wichtigen Ressource bewusst zu werden. Bereits nach dem Aufstehen kann literweise Wasser gespart werden, indem man während dem Zähneputzen den Hahn abdreht oder sich beim Duschen auf eine kürzere Zeit in der Kabine begrenzt.

Durchatmen

Menschen in weißen Masken, das Atmen fällt schwer und die Stadt ist in dichte, graue Schwaden gehüllt. Täglich sterben in China über 4000 Menschen an den gesundheitlichen Folgen des Smogs. Tendenz steigend. Aber auch in den europäischen Großstädten erreicht die Feinstaubbelastung vor allem in den Sommermonaten regelmäßig neue Rekordwerte. In Österreich sind wir von einem einzigartigen öffentlichen Verkehrssystem und kilometerlangen Radwegen verwöhnt, die das Auto weitgehend überflüssig machen. Daher raten wir das Auto in der Garage stehen zu lassen und sich via Bahn, Bus, Rad oder wenn möglich zu Fuß fortzubewegen. Dadurch entkommt man nicht nur dem Stau, man schont auch die Umwelt. Lässt sich der PKW nicht vermeiden, sind Fahrgemeinschaften ein Schritt in die richtige Richtung.

Stromfresser Arbeitsplatz

Auch im Büro ist das Stromsparpotenzial hoch: Oft sind Arbeitsplätze überbeleuchtet, die Klimaanlage ist im Dauereinsatz und der Computer ist bereits hochgefahren, obwohl zuerst ein morgendliches Meeting ansteht. Unser Tipp: Bürogeräte erst einschalten, wenn sie wirklich gebraucht werden. Auch überflüssige Beleuchtung sollte mit Blick auf die Umwelt vermieden werden. Statt der Klimaanlage reicht es vielleicht schon kurz in der Früh zu lüften oder die Räume abzudunkeln, um die Wärme nicht hineinzulassen. Verlässt man am Abend das Büro, sollte man zusätzlich daran denken den Kippschalter am Verteilerstecker, an dem die Geräte hängen, auszuschalten.

Schmackhafte Heimat

Auch was in unserem Einkaufswagen landet – ob Äpfel, Karotten oder Käse – wirkt sich auf die Umwelt aus. Statt Früchten aus anderen Ländern sollte man lieber zu regionalen und saisonalen Produkten, wie zum Beispiel Erdbeeren aus dem Marchfeld, greifen. Heimisches Obst wird in Österreich kaum gelagert sondern kommt direkt auf den Markt. Produkte, die keine Saison haben, sollten der Umwelt zuliebe vermieden werden, da sie vor allem im Winter oftmals mit dem Flugzeug importiert werden. Generell bedeuten Konsumgüter aus Übersee einen vielfachen Verbrauch an CO2 und sonstigen Schadstoffen. In der Regel sind die heimischen Produkte zudem auf Grund der kurzen Transportwege auch um einiges frischer und demnach schmackhafter, als die für die Reise präparierten „Exoten“.

 Obstregal im Supermarkt / (c) Axel Kirchhof/Greenpeace

Keine Angst vor dem Datum

1,3 Milliarden Tonnen Abfall fallen in der Europäischen Union jährlich an. Unter den Müllbergen finden sich häufig noch genießbare Lebensmittel, die im besten Zustand sind. Viele KonsumentInnen glauben wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde, sind die Produkte schlecht, doch das ist nicht der Fall. Unser Tipp: Bevor man abgelaufene Lebensmittel wegwirft, lieber davor noch daran riechen und das Produkt kosten. Das spart nicht nur viel Geld, es schont auch die Umwelt.

 

Von Oliver Schnetzer

Themen