30 Jahre Greenpeace in Österreich: Podiumsdiskussion im Parlament

Anforderungen an eine mutige österreichische Umwelt-, Klima und Energiepolitik

Newsartikel - 13 November, 2013
Auf Einladung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Umweltschutz über Entwicklung, Herausforderungen und Aufgaben von Umwelt-, Klima- und Energiepolitik.

Anlass für die prominent besetzte Diskussionsrunde im Parlament: Das 30jährige Jubiläum der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Österreich, deren Niederlassung im Juni 1983 in Wien gegründet wurde und mittlerweile Zentrale für Zentral- und Osteuropa ist. Mehr als 150 Gäste fanden sich im Abgeordneten-Sprechzimmer des Hohen Hauses ein, um die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Anforderungen an eine mutige österreichische Umwelt-, Klima und Energiepolitik“ zu verfolgen.

„Ein Hauptprojekt der kommenden Legislaturperiode muss ein Energiewendepaket sein, zum vollständigen Ausstieg Österreichs aus fossilen Energien. Entscheidend dabei: Der Energieverbrauch muss um 50 Prozent gesenkt werden“, so eine der zentralen Forderungen von Alexander Egit, der sich über die umweltpolitische Haltung Österreichs in Punkto Energieeffizienz enttäuscht zeigt: „Es ist ein Skandal, dass wir immer noch kein Energieeffizienzgesetz haben und ein noch größerer Skandal ist, dass es in den Koalitionsverhandlungen torpediert wird.“

Gemeinsam mit Johannes Abentung (Österreichischer Bauernbund), Christiane Brunner (Abgeordnete der Grünen), Martin Graf (Vorstand der Energie-Control), Frank Hensel (Vorstandsvorsitzender der REWE International AG), Christian Kern (CEO der ÖBB-Holding AG) und Sanna Zapreva (Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH) zog Egit im Rahmen der Veranstaltung unter anderem Bilanz über 30 Jahre Umweltpolitik in Österreich. Moderiert wurde die kontrastreiche Diskussionsrunde über die Verantwortung von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft für die Weiterentwicklung einer mutigen Umweltpolitik von Falter Chefredakteur Armin Thurnher.

Trotz unterschiedlicher Zugänge zum Thema, wurde deutlich, dass Österreich in der internationalen Umweltpolitik eine Vorreiterrolle übernehmen kann.

 

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