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Angeblicher Drogenfund auf Greenpeace-Schiff

Greenpeace International weist Anschuldigungen zurück

Newsartikel - 10 Oktober, 2013
Greenpeace International weist russische Anschuldigungen, an Bord des Greenpeace-Schiffes Arctic Sunrise seien Drogen und illegale Güter gefunden worden, mit aller Entschiedenheit zurück.

Greenpeace International weist Vorwürfe entschieden zurück

 

«Wir können nur vermuten, dass sich die russischen Behörden auf die Medikamente beziehen, zu dessen Mitführung die Arctic Sunrise nach niederländischem Seerecht verpflichtet ist», so Greenpeace International. Die Arctic Sunrise fährt unter niederländischer Flagge. Damit war sie seerechtlich gleichbedeutend mit niederländischem Territorium, als sie vom russischen Geheimdienst FSB am 19. September in der ausschliesslichen Wirtschaftszone (AWZ) vor der Küste Russlands aufgebracht wurde.

Auf der Arctic Sunrse herrscht ein striktes Drogenverbot. Bevor das Schiff aus Norwegen aufgebrochen und in die russische Arktis gefahren ist, wurde das Schiff von den norwegischen Behörden im Rahmen einer routinemässigen Überprüfung mit einem Spürhund durchsucht. Bei dieser Durchsuchung wurden keinerlei Drogen gefunden; die Drogengesetze in Norwegen zählen zu den schärfsten der Welt.

Bereits vor einigen Wochen ist «jeder Winkel des Schiffes» von den russischen Behörden durchsucht worden. Angesichts dessen liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei dem angeblichen Drogenfund um ein Ablenkungsmanöver handelt, mit dem die Ermittlungsbehörde versucht, der weltweiten Empörungswelle gegen die Inhaftierung der Arctic 30 etwas entgegenzusetzen.

Zu der Crew der Arctic Sunrise gehört ein Arzt, der auf eine 10-jährige Erfahrung in russischen Krankenhäusern zurückblickt. Bestimmte Arzneien befinden sich in einem Sicherheitsschrank, zu dem nur dieser Arzt und der Kapitän des Schiffes Zugang haben. «Wir wissen, dass der Sicherheitsschrank bei der Durchsuchung des Schiffes durch die russischen Behörden aufgebrochen wurde. Wir können nur annehmen, dass sich die Ermittler auf die dabei gefundenen medizinischen Vorräte bezieht», so Greenpeace International.

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