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Arctic 30 – Anklagen wegen Piraterie

Newsartikel - 4 Oktober, 2013
Die russische Staatsanwaltschaft hat gegen die Arctic 30 Anklage wegen Piraterie erhoben. Die Arctic 30 hatten zuvor friedlich gegen die arktischen Ölbohrpläne von Gazprom protestiert. Im Falle einer Verurteilung drohen den Betroffenen Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren.

Greenpeace-Aktivistin Sini Saarela

 

Die mutigen Arctic 30 protestierten auf der Gazprom-Ölplattform, weil sie sich moralisch dazu verpflichtet fühlen, die langsame aber unerbittliche Zerstörung der Arktis aufzuzeigen. Während das Eis schmilzt, zieht es Ölkonzerne in den Norden, um die Arktis auszubeuten. Dies fördert die Eisschmelze und bedroht nicht nur die dort lebenden Tierarten, sondern betrifft auch uns. Diese vor Gericht stehenden Personen waren vor Ort, um die Arktis für uns alle zu schützen. Der Kampf für eine bessere Zukunft erfordert viel Mut und Überzeugung. Mut, den die Arctic 30 haben und für den sie nun vor Gericht stehen. Dabei sind
diese Menschen für unser aller Zukunft aufgestanden!

Russische Küstenwache entert Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise"

 

Die 28 Aktivisten, ein freischaffender Fotograf und ein Kameramann hatten am 18. September 2013 friedlich bei der Gazprom-Ölplattform Pirazlomnaya protestiert. Zwei Aktivisten versuchten auf die Plattform zu klettern, um dort einen Banner aufzuhängen. Daraufhin enterte die bewaffnete russische Küstenwache über Helikopter illegal das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ und schleppte es in den tausend Kilometer entfernten Hafen von Murmansk. Das Greenpeace-Schiff hatte sich zum Zeitpunkt der Proteste in internationalen Gewässern befunden. Während der Besetzung hat ein Crew-Mitglied Fotos gemacht (siehe Bild rechts); bitte überzeugen Sie sich selbst, ob unsere Aktivisten mit erhobenen Armen und umringt von Schusswaffen als Piraten bezeichnet werden können!

Kumi Naidoo, internationaler Geschäftsführer von Greenpeace, zu den Vorwürfen: „Die Anklage wegen Piraterie wurde gegen Frauen und Männer erhoben, deren einziges Verbrechen es ist, ein Gewissen zu haben. Die Anklage ist eine Schande und ein Verbrechen gegen das Prinzip des friedlichen Protests. Die Behauptung diese Menschen seien Piraten ist absurd und völlig irrational. Sie wurde erhoben, um uns mundtot zu machen, aber wir lassen uns nicht einschüchtern!“

Letzte Woche hatte Präsident Putin noch darüber gelacht, Greenpeace-Aktivisten als Piraten zu bezeichnen. Er sagte: „Es ist absolut offensichtlich, dass sie keine Piraten sind.“

Im Jahre 2000 hatte Putin sogar seine Sympathien für Greenpeace bekundet: „Um ehrlich zu sein, habe ich Menschen, die ihr Leben dem Umweltschutz widmen, immer bewundert. Ich habe mit Verblüffung verfolgt, wie eine Gruppe von Menschen auf einem kleinen Boot sich einem gewaltigen Militär- oder Industrieschiff widersetzt. Dies löst bei mir Sympathie aus.“

Auf der Grundlage internationalen Rechts können friedliche Aktivisten nicht wegen Piraterie angeklagt werden. Sie als „Gefahr für die Menschheit“ zu bezeichnen ist absurd. Des Weiteren untergräbt es den wahren Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen Piraterie.

Email an die russische Botschaft

Weltweit haben sich bereits knapp 800.000 Menschen mit den Arctic 30 solidarisiert und fordern deren Freilassung! Erheben auch Sie Ihre Stimme und schreiben Sie dem russischen Botschafter! Wir brauchen Sie!

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