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Greenpeace-Protest in Wien

Kunstsponsor Gazprombank investiert auch in Umweltzerstörung

Newsartikel - 11 Oktober, 2013
Rund 30 österreichische Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten machten heute - im Rahmen der Eröffnung der Kunstschau der Gazprombank in der Wiener Albertina - erneut auf Gazproms hoch riskante Ölförderpläne im sensiblen Ökosystem rund um den Nordpol aufmerksam.

„GAZPROM = THE ART OF ARCTIC DESTRUCTION“ steht auf dem Transparent zu lesen, das vor dem Eingang der Albertina angebracht ist. Ein symbolischer „Ölteppich“ aus schwarzem Stoff führt über den gesamten Treppenaufgang. In der Albertina wird heute die Ausstellung „Dreaming Russia. Works from the Gazprombank Collection“ eröffnet. Vor den Türen der Albertina zeigen Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten mit Bildern von vergangenen weltweiten Ölunfällen die Bedrohung durch die Gazprom Ölförderpläne für das sensible Ökosystem auf. Banner mit der Aufschrift „GAZPROM, RAUS AUS DER ARKTIS!“ unterstreichen die Greenpeace-Forderung nach einem Schutzgebiet rund um die Arktis, in dem Ölbohrungen und industrielle Fischerei verboten sind.

 

„Die Ölförderpläne von Ölkonzernen wie Gazprom, zeichnen ein düsteres Bild für die Arktis. Kommt es zu Ölförderungen in der Arktis, ist die Frage nicht ob, sondern wann ein Ölunfall in diesem einzigartigen Lebensraum passiert“, so Greenpeace Sprecher Lukas Meus. Ein Ölunfall wäre für das sensible Ökosystem der Arktis ein Desaster. Auf und unter dem Eis kann das Öl nicht mehr beseitigt werden. Hinzu kommt, dass Gazprom keine Erfahrung mit Offshore-Bohrungen und keine ausreichenden Notfallpläne für den Ernstfall hat. „Gazprom spielt Russisch Roulette mit der Arktis – das ist unverantwortlich und muss so schnell wie möglich gestoppt werden“, so Greenpeace-Sprecher Lukas Meus und stellt klar: „Unser Protest richtet sich in keinster Weise gegen die Kunstszene oder Russland, sondern an den Sponsor dieser Ausstellung – das Gazprom Imperium, das nicht nur in Kunst, sondern auch in die Zerstörung der Arktis investiert.“ Der russische Öl- und Gaskonzern Gazprom besitzt Aktienanteile von über 35 Prozent an der Gazprombank, die Hauptsponsor der Albertina-Ausstellung und nach eigenen Angaben unter anderem in Öl- und auch Atomindustrie investiert.

Während die Arktis-Schützer, die Arctic 30, im Gefängnis sitzen, sind die Arktis-Zerstörer auf freiem Fuß. Wir werden weiterhin alles daran setzen, um Ölkonzerne wie Gazprom aufzuhalten“, so Meus. Derzeit sitzen Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten in Russland nach einer friedlichen Protestaktion gegen Gazproms Ölförderpläne in Untersuchungshaft. Sie wurden wegen bandenmäßiger Piraterie angeklagt. Weltweit werden die Stimmen gegen die Inhaftierung und Anklage der Arctic 30 lauter. Seit ihrer Inhaftierung haben bereits über eine Million Menschen Briefe an russische Botschaften geschickt und die Freilassung der Umweltschützer gefordert.

Herbe Kritik kommt von Seiten der Zivilgesellschaft, von NGOs, Menschenrechtsexperten und Journalistengewerkschaft, die sich öffentlich gegen das Verfahren gegen die Arctic 30 aussprechen und zur Solidarität aufrufen. Darunter Organisationen wie Amnesty International, WWF, Global 2000 / Friends of the Earth oder Reporter ohne Grenzen.

Protestmail an russische Botschaft

Russische Botschaften stehen täglich in Kontakt mit Moskau und informieren darüber was in den jeweiligen Ländern passiert. Wir benötigen Ihre Hilfe, um an die Botschaften zahlreiche Solidaritäts-E-Mails für die "Arctic 30" zu senden. Umso mehr Botschaften an Moskau über diese weltweite Entrüstung Report erstatten, umso wahrscheinlicher ist ein fairer Umgang mit den Arctic 30 sowie deren rasche Freilassung. Jedes Mail wird gezählt und zählt!

 

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