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"Arctic Sunrise" geentert

Weltweit finden Proteste vor russischen Botschaften statt

Newsartikel - 20 September, 2013
15 bewaffnete Beamte der russischen Küstenwache haben sich gestern via Hubschrauber auf das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ abgeseilt. Die gesamte Greenpeace-Crew wird festgehalten. Weltweit finden Proteste vor russischen Botschaften statt.

 

Protest vor der russischen Botschaft in Wien

© Georg Mayer / Greenpeace

Die Aktivisten hatten zuvor an der Bohrplattform Prirazlomnaya des russischen Ölkonzerns Gazprom gegen dessen Ölförderung in der Arktis protestiert. Dabei waren eine Finnin und ein Schweizer festgenommen worden. Die Küstenwache drohte, die „Arctic Sunrise“ direkt zu beschiessen, wenn sie die Gewässer rund um die Prirazlomnaya-Plattform nicht unverzüglich verlassen würde.

Das Außenministerium in Moskau bestellte nach dem Vorfall den niederländischen Botschafter ein. Die Umweltschützer hätten "provozierend und lebensgefährdend eine ökologische Katastrophe in Kauf genommen", teilte die Behörde mit.

Greenpeace weist die Vorwürfe zurück. Vor der Gazprom-Zentrale in Moskau demonstrierte Greenpeace für die Freilassung seiner Mitglieder.

Obwohl sich die „Arctic Sunrise“ in internationalen Gewässern befindet, stürmten gestern 15 Bewaffnete des Inlandsgeheimdienstes FSB, der für den Grenzschutz zuständig ist, das Greenpeace-Schiff. Ein Besatzungsmitglied tiwtterte noch während sich die Grenzsoldaten auf das Schiff abseilten: "Es ist ziemlich beängstigend. Laute Schläge. Russische Schreie. Sie versuchen noch immer, die Tür einzutreten".

Die Besatzungsmitglieder mussten auf dem Deck knien und wurden von den Grenzsoldaten mit Waffen bedroht. Der Kontakt zur Crew war vorübergehend abgebrochen. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Mittlerweile befinden sich die beiden zuvor festgenommenen Aktivisten auch an Board der „Arctic Sunrise“. Das Schiff steuert nun den Hafen von Murmansk an.

Petition an russische Botschaft

Weltweit finden Proteste vor russischen Botschaften statt, die die Freilassung der Aktivisten fordern. Wir brauchen auch Ihre Hilfe - bitte unterzeichnen Sie die Petition an den russischen Botschafter in Österreich!

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