Von den 'Arctic 30' dürfen 29 gegen Kaution aus dem Gefängnis

Für Colin Russell wurde die Untersuchungshaft bis zum 24.2. verlängert

Newsartikel - 22 November, 2013
Auch Roman Dolgov, Dima Litvinov und Philip Ball dürfen gegen Kaution aus der Untersuchungshaft. Das hat das zuständige Amtsgericht in St. Petersburg am Freitag entschieden. Bis auf dem Australier Colin Russell wurde damit allen Besatzungsmitgliedern der 'Arctic Sunrise' die Freilassung gegen Kaution (umgerechnet 45.000 Euro pro Person) gewährt. Etwa zwanzig Aktivisten haben ihre Untersuchungsgefängnisse bereits verlassen.

Für Colin Russell (Australien) wurde die Untersuchungshaft bis 24.2.2014 verlängert

© Dmitri Sharomov / Greenpeace

Diejenigen der 'Arctic 30', die die Untersuchungshaft bereits gegen Kaution verlassen konnten, haben ihre Pässe zurückerhalten. Ihnen wurden Registrierungskarten ausgestellt, nach denen sie sich legal in Russland aufhalten. Zunächst werden alle ausländischen Aktivisten in St. Petersburg bleiben. Ob und wann die 'Arctic 30' in ihre Heimatländer zurückkehren können, ist völlig unklar. Dem Aktivisten Colin Russell (Australien) wurde die Freilassung auf Kaution bislang verweigert. Greenpeace International hat gegen diese Entscheidung bereits Beschwerde eingelegt.

Video: Colin Russell bei seiner Anhörung am 18.11.2013

 

 

Als erste Aktivistin durfte am Mittwochabend Ana Paula Alminhana aus Brasilien das Untersuchungsgefängnis verlassen. Vor den Untersuchungsgefängnissen haben sich anlässlich der Freilassungen in den letzten Tagen viele Journalisten eingefunden. Mads Christensen von Greenpeace kommentiert: "Gegen die 'Arctic 30' werden immer noch schwere Anklagen erhoben und sie könnten zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt werden. Und unserem Kollegen Colin Russell wurde die Kaution verwehrt. Wir werden nicht ruhen bis alle frei sind und diese absurden Anklagen fallengelassen worden sind."

Die bisherigen Entscheidungen

  • Colin Russell, Australien - verlängerte Untersuchungshaft bis Ende Februar 2014,
  • Jekaterina Saspa, Russland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Denis Sinjakow, Russland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Andrej Allachwerdow, Russland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Ana Paula Alminhana Maciel, Brasilien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • David Haussmann, Neuseeland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Camila Speziale, Argentinien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Tomasz Dziemianczuk, Polen - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Hernan Miguel Orsi, Argentinien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Cristian d'Alessandro, Italien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Paul Ruzycki, Kanada - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Francesco Pisanu, Frankreich - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Sini Saarela, Finnland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Alexandra Harris, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Peter Willcox, USA - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Faiza Oulahsen, Niederlande - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Anthony Perrett, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Anne Mie, Dänemark - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Mannes Ubels, Niederlande - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Kieron Bryan, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Marco Weber, Schweiz - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Jonathan Beauchamp, Neuseeland - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Frank Hewetson, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Alexandre Paul, Kanada - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Ruslan Yakushev, Ukraine - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Iain Rogers, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Gizem Akhan, Türkei - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Dima Litvinov, Schweden - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Philip Ball, Großbritannien - gegen Kaution aus dem Gefängnis
  • Roman Dolgov, Türkei - gegen Kaution aus dem Gefängnis

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Protestmail an russische Botschaft

Russische Botschaften stehen täglich in Kontakt mit Moskau und informieren darüber was in den jeweiligen Ländern passiert. Wir benötigen Ihre Hilfe, um an die Botschaften zahlreiche Solidaritäts-E-Mails für die "Arctic 30" zu senden. Umso mehr Botschaften an Moskau über diese weltweite Entrüstung Report erstatten, umso wahrscheinlicher ist ein fairer Umgang mit den Arctic 30 sowie deren rasche Freilassung. Jedes Mail wird gezählt und zählt!

 

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