5 Gründe, warum die OMV nicht in der Arktis bohren darf

Newsartikel - 14 März, 2016
„Woher nehmen die Kinder nur ihre Energie?“ Sicher nicht von der OMV. Zumindest nicht mehr lange, denn das Unternehmen ist gerade dabei die Zukunft unserer Kinder mit verantwortungslosen Bohrungen in der Arktis aufs Spiel zu setzen. Hier sind fünf Gründe, weshalb der österreichische Ölkonzern sein Arktis-Engagement sofort beenden- und endlich tatsächliche Verantwortung gegenüber uns und nachfolgenden Generationen übernehmen muss.

1. Es herrscht gerade arktischer Winter

1. Es herrscht gerade arktischer Winter

Ölunfälle in der Arktis können verheerende Folgen mit sich bringen. So weit im Norden herrscht im Winter weitestgehend Dunkelheit. 4 bis 6 Stunden Tageslicht können die Regel sein. Heftige Stürme erschweren zudem die Arbeitsbedingungen. Bis jetzt gibt es keine geeignete Methode, um im Falle einer Ölpest, eisbedeckte Gewässer von Öl zu befreien. Darüber hinaus hat die OMV kaum Erfahrung mit Bohrungen in der Arktis, schon gar nicht in diesen harschen Witterungsverhältnissen.

2. Sie bohrt in der Nähe eines Naturschutzgebietes 

2. Die Bohrungen finden in der Nähe eines Naturschutzgebietes statt

Die OMV bohrt im sogenannten Hoop-Ölfeld, das nur etwa 180 km von dem Naturschutzgebiet Bäreninsel entfernt liegt. Hier befindet sich nicht nur die größte Vogelkolonie der nördlichen Hemisphäre; die Insel ist auch die Heimat von Eisbären, Polarfüchsen und Narwalen, die gerne auch als Einhörner der Meere bezeichnet werden. Die ohnehin schon bedrohten Tiere wären durch einen Unfall im Hoop-Ölfeld als erste betroffen.

3. Die OMV ist vor Ölunfällen nicht sicher

3. Die OMV ist vor Ölunfällen nicht sicher

Laut einer, im Auftrag der US-Regierung durchgeführten Studie aus dem Jahr 2015, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ölkatastrophe bei Operationen in der Arktis bei 75%. Unfälle bei Offshore-Bohrungen sind in der Tat keine Seltenheit. 1989 sank der Öltanker Exxon Valdez im Golf von Alaska. Das einzigartige Ökosystem wurde dadurch für immer vergiftet und als Lebensraum für Meerestiere zerstört. Die Explosion der Deepwater Horizon-Ölplattform im Golf von Mexiko wiederum, ist gerade einmal 6 Jahre her. Und nicht zuletzt die OMV selbst, hat erst im vergangenen Jahr eine Ölpest bei Bohrungen vor der Küste Neuseelands verursacht.

4. Die Arktis ist die Klimaanlage der Erde

4. Die Arktis ist die Klimaanlage der Erde

Die Polkappen sind elementare Dirigenten der Naturprozesse auf unserem Planeten. Vor allem sorgen sie als „Klimaanlage der Erde“ dafür, dass die Erde sich nicht noch weiter erwärmt. Das Eis am Nordpol reflektiert den Großteil der Energie der Sonnenstrahlen zurück ins All. Damit sorgt das Polareis für stabile Wettersysteme, von denen weltweit unter anderem die Ernten abhängig sind. Verändert sich die Ausdehnung der Eisdecke an den Polen, verändert sich auch unser Weltklima. Denn im Gegensatz zum Eis absorbiert die dunkle Oberfläche des Meerwassers das Sonnenlicht und heizt die Erde weiter auf. 

5. Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

5. Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Erst im Dezember 2015 haben sich in Paris die Staats- und Regierungschefs der Erde auf einen umfassenden Weltklimavertrag geeinigt. Dieser sieht eine sukzessive Reduktion von fossilen Energieträgern im globalen Energiemix vor. Die OMV handelt mit ihrem Arktis-Engagement somit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch kurzsichtig. Richtet der Konzern seine Strategie nicht endlich auf Erneuerbare Energien aus, droht ein Abrutschen in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. Ihr ignorantes Festhalten an fossilen Energieträgern könnte also auch ernsthafte Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Österreich haben.

 

OMV, raus aus der Arktis

Es ist höchste Zeit, dass die OMV Verantwortung übernimmt und aus dem Ölgeschäft in der Arktis aussteigt! Verleihen Sie der Forderung Kraft: Unterzeichnen Sie die Petition!

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