Die Uhr tickt für Fidschi

Newsartikel - 15 November, 2017
Österreich muss dringend seine Verantwortung beim Klimaschutz wahrnehmen. Denn auch unsere Politik und unser Handeln beeinflussen, wie gravierend die Erderhitzung in den kommenden Jahrzehnten sein wird. Darüber hinaus sind wir mitverantwortlich für die Folgen des globalen Temperaturanstiegs in weit entfernte Staaten wie Fidschi.

Weltweit ist das aus 300 Inseln bestehende Fidschi als Badeparadies bekannt. Fidschi ist aber auch einer der Inselstaaten im Pazifik, der schon jetzt besonders unter den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels leidet. Die Böden an der Küste sind völlig versalzen, immer wieder fordern mächtige Zyklone zahlreiche Menschenleben und der überdurchschnittlich rasche Anstieg des Meeresspiegels drängt die Bevölkerung ins Innere der Insel. Und das, obwohl Fidschi kaum zum Ausstoß von Treibhausgasen beigetragen hat.

Bonn als Überlebenschance für Fidschi

Die Zukunft Fidschis hängt davon ab, ob wir der globalen Erderhitzung und dem damit verbundenen Meeresspiegelanstieg erfolgreich gegensteuern. Daher hat sich der Inselstaat in der Region auch zu einer starken Stimme für den Klimaschutz entwickelt. Fidschi hat als erster Staat weltweit das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert. Dieses Jahr hat der Staat den Vorsitz bei der UN-Weltklimakonferenz COP 23 - die aus Platzgründen nun in der deutschen Stadt Bonn ausgetragen wird. Das ist das erste Mal, dass ein kleiner Inselstaat die COP leitet. Für Fidschi bedeutet der Vorsitz eine besondere Chance die Interessen der stark von der Erderhitzung bedrohten Regionen und Menschen ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit zu rücken.

Was können wir in Österreich für die pazifischen Inselstaaten tun?

Der kürzlich von der NGO Germanwatch veröffentlichte „Klimaschutz-Index 2018“ zeigt, dass Österreich bei diesem Ranking, das die Klimabilanz von insgesamt 57 Staaten miteinander vergleicht, erneut schlecht abschneidet.

Österreich hat mit 49,5 von 100 möglichen Punkten sogar weniger Punkte als im Vorjahr erreicht und landet damit auf dem 35. Platz. Dieses schlechte Ergebnis ist auf den klimapolitischen Stillstand zurückzuführen, den wir in Österreich seit Jahren erleben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung der klimaschädlichen Treibhausgase im Land. Diese sind laut aktuellen Zahlen 2015 um 3,2 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen. Greenpeace fordert daher von der zukünftigen Bundesregierung, Klimaschutz höchste Priorität einzuräumen und bereits im Regierungsprogramm konkreten Maßnahmen zu verankern.

Hier erfahren Sie, wie Sie selbst in sieben Schritten wirkungsvoll zum Klimaschutz beitragen.

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