Neuer alarmierender UN-Klimabericht: Auswirkungen wurden unterschätzt

Newsartikel - 18 November, 2011
Der neue Bericht der Klimaexperten zeigt, dass Wissenschaft und Politik die Auswirkungen von Wetterextremen und Naturkatastrophen unterschätzt haben und sich auf drastische Kosten für Schäden vorbereiten müssen.

Die Kräfte der Natur - angeheizt durch den Ausstoß von Treibhausgasen - werden sich zunehmend in Stürmen, Unwettern, sintflutartigen Regenfällen bis hin zu neuartigen Wetterphänomenen austoben.

 

Einerseits mehr Dürreperioden aber auch mehr Überschwemmungskatastrophen - das sind die aktuellen Erkenntnisse des UNO Weltklimarats (IPCC), der in einer breit angelegten Studie die internationalen Auswirkungen des Klimawandels und die Risiken für Wetterextreme präsentierte.

Es trifft besonders die Entwicklungsländer

Obwohl die Wetterextreme in allen Regionen der Welt zunehmen werden, werden die schlimmsten Auswirkungen in erster Linie die Entwicklungsländer treffen, da dort die Menschen den Katastrophen nahezu schutzlos ausgeliefert sind. In den 25 Jahren des Untersuchungszeitraums der Studie liegen 95 Prozent der durch Katastrophen bedingten Todesfälle in den Entwicklungsländern.

Der Bericht zeigt die Notwendigkeit auf, dass es bei der Klimaschutzkonferenz in Durban, die Ende November beginnt zu einem verbindlichen Abkommen über die Reduktion von Treibhausgasen kommen muss. Denn während immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, mit welchen finanziellen Schäden, Bedrohung für Menschenleben und ökologischen Katastrophen wir konfrontiert sein werden, steigt der weltweite Treibhausgas-Ausstoß nach wie vor an.

"So wichtig Anpassungsmaßnahmen an die Auswirkungen des Klimawandels sind, so stoßen sie doch an Grenzen; denn wie hoch kann man einen Deich bauen oder wie stark eine Struktur aufbauen? Der Versuch alleine über Anpassungsmaßnahmen die Risiken der Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren, ohne die globalen CO2-Emissionen zu reduzieren, ist wie den Boden im Bad aufzuwischen, aber gleichzeitig den Wasserhahn laufen zu lassen", schließt Schinerl.

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