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1:0 für Nike gegen Adidas

Detox-Kampagne bringt auch Nike zum Umdenken

Newsartikel - 18 August, 2011
Die weltweite Sportmarke #1, Nike, hat unsere Detox-Herausforderung angenommen. Heute hat sich Nike offiziell dazu bekannt, alle giftigten Chemikalien in ihre gesamten Versorgungskette zu entfernen, weiters ebenso im gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte bis 2020. Ein großartiger Sieg für die Greenpeace-Kampagne, das wertvolle Wasser unseres Planeten zu beschützen und einer giftfreie Zukunft entgegenzusteuern.

Kann Adidas Nike's Schritt toppen?

Keine giftigen Substanzen mehr

Nike folgt dem Aufruf der Greenpeace Detox-Kampagne zur „Entgiftung” seiner Produkte. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hat sich nun öffentlich dazu verpflichtet, dem Beispiel von Puma zu folgen und bis zum Jahr 2020 aus der Verwendung gefährlicher Chemikalien entlang des gesamten Produktlebenszyklus sowie der kompletten Lieferkette aller Produkte auszusteigen. Zur Stellungnahme von Nike.

Danke auch an die über 50.000 Unterschriften, die bei der Petition im Rahmen der Detox-Kampagne eingegangen sind!

Transparenz über Chemikalien

Darüber hinaus hat Nike zugestimmt, sich verstärkt dem Konsumentenrecht auf Information zu widmen. Zukünftig will das Unternehmen volle Transparenz hinsichtlich aller Chemikalien bieten, die von den Fabriken seiner Zulieferbetriebe freigesetzt werden. Weiters verspricht Nike, seinen Einfluss, sein Wissen und seine Erfahrungen einzubringen, um gefährliche Chemikalien in der Textilindustrie zu entfernen.

Plan in acht Wochen

Der Umsetzungsplan soll laut Nike innerhalb der nächsten acht Wochen veröffentlicht werden. „Indem das Unternehmen sich dazu verpflichtet seine schmutzige Wäsche zu reinigen, zeigt Nike wirkliches Siegerformat. Greenpeace wird den Umsetzungsplan jedoch noch genau unter die Lupe nehmen, um zu sehen, ob Nike das Zeug zum echten Champion hat”, so Claudia Sprinz.

Fünf Wochen nach Greenpeace Report

Diese Zusage von Nike zur Entfernung von Chemikalien, die langlebig, hormonell wirksam sind und sich in der Nahrungskette anreichern, erfolgt fünf Wochen nach der Veröffentlichung des Greenpeace Reports „Schmutzige Wäsche” über Giftstoffe in der Textilproduktion. Greenpeace-Analysen von Abwasserproben zweier großer Textilfabriken in China belegen eine große Anzahl gefährlicher Chemikalien. Beide Fabriken beliefern große Player der Sportartikelbranche wie Adidas, Nike oder Puma. Bereits zwei Wochen nach Veröffentlichung des Reports hat sich bereits Puma dazu entschlossen, künftig gefährliche Chemikalien aus seinen Produkten und seiner Lieferkette zu verbannen.

Adidas muss aktiv werden

Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz fordert deshalb auch den deutlich ins Hintertreffen gelangten Sportartikelhersteller Adidas zu mehr Sportsgeist auf: „Adidas muss sich jetzt wieder erfolgreich ins Spiel bringen, indem das Unternehmen sich nicht nur zu den gleichen Zielen wie Nike und Puma bekennt, sondern weit mehr Initiative zeigt und transparent über den Einsatz gefährlicher Chemikalien während des Produktionsprozesses seiner Textilien Auskunft gibt.”

Schaufenster beklebt

Heute morgen haben Greenpeace Aktivistinnen am Schaufenster des Adidas Stores in der Wiener Innenstadt Folien mit der Aufschrift „Detox our Sportswear” (entgiftet unsere Sportbekleidung) angebracht, um Adidas dazu aufzufordern, dem Beispiel von Nike zu folgen und gefährliche Chemikalien aus seinen Produkten und seiner Lieferkette zu verbannen. Auch in anderen Städten wie beispielsweise Hamburg wurden heute bzw. in den letzten Tagen die Schaufenster von Adidas mit Detox-Aufklebern versehen, um Adidas zum Umdenken zu bewegen.

Greenpeace AktivistInnen haben auf das Fussballstadion Camp Nou in Barcelona verschiedene Botschaften projiziert, gesehen von knapp 100.000 Fans beim Supercup-Spiel FC Barcelona (gesponsert von Nike) gegen Real Madrid (Adidas), um Adidas zum Ausstieg aus gefährlichen Chemikalien zu bewegen.

Projektion bei Fußballmatch in Barcelona

Während des gestrigen Fußballspiels von FC Barcelona gegen Real Madrid in Barcelona wurde Adidas, der wichtigste Mitbewerber von Nike, aufgrund seiner Langsamkeit, seine Produkte zu „entgiften” von Greenpeace öffentlich getadelt. Greenpeace AktivistInnen und ortsansässige KünstlerInnen haben die Wörter „Toxic water pollution is not fair play” (Wasser mit giftigen Stoffen verschmutzen ist kein Fairplay) für rund 100.000 Fans auf das Camp Nou Stadion in Barcelona vor dem Anstoß und nach dem Schlusspfiff projiziert. Der FC Barcelona (von Nike gesponsert) hat bei diesem Spiel 3:2 gegen Real Madrid (von Adidas gesponsert) gewonnen.

 

Online aktiv werden

Sie können unsere "Rebranding Adidas"-Karte unterhalb durchsurfen, oder direkt zu Google Maps gehen, um einen offiziellen Adidas-Store in Ihrer Nähe zu finden. Beachten Sie, nur offizielle Adidas-Shops! Klicken Sie auf den Karten-Marker für den Shop, und wenn Sie einen "Write a Review"-Link sehen, klicken Sie auf den ebenfalls.

Adidas fällt zurück in der Detox-Herausforderung. Hinterlassen Sie ihnen eine Bewertung und eine Kritik die Adidas ermutigen soll, sich der Herausforderung zu stellen und ihr Problem mit der giftigen Wasserverschmutzung anzugehen. Und wenn Ihnen nichts einfällt was Sie Adidas mitteilen wollen, bewerten Sie andere Detox-Kommentare die Sie als hilfreich empfinden, indem Sie den "Yes"-Link daneben anklicken.


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