Burberry künftig ohne giftige Chemie

Wieder eine Mode-Marke folgt dem Aufruf "Detox!" von Greenpeace

Newsartikel - 29 Jänner, 2014
Die britische Luxusmarke Burberry hat gestern Abend bekannt gegeben, gefährliche Chemikalien aus ihrer gesamten Produktionskette bis 2020 zu verbannen. Diese Entscheidung folgt zahllosen Aufforderungen von KonsumentInnen in Sozialen Netzwerken und Protesten vor Burberry Geschäften in den letzten Wochen. Burberry schließt sich damit als 19. Unternehmen der internationalen Detox-Kampagne von Greenpeace an.

„Die Detox-Verpflichtung von Burberry zu giftfreier Mode ist auch ein Durchbruch am Luxussektor und setzt neue Maßstäbe. Egal, ob günstige Mode oder High Fashion, wir haben das Recht, Kleidung einzufordern, die frei von gefährlichen Chemikalien ist“, so Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace.

Burberrys Detox-Zusage

Burberry hat als ersten Schritt die Auslistung aller bedenklichen Chemikalien in seiner Kleidung angekündigt, danach sollen alle weiteren Produkte der Marke folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die von den Zulieferbetrieben verursachten Umweltverschmutzungen offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und polyfluorierten Chemikalien aus seiner Lieferkette eliminiert haben. Die Luxusmarke reagiert damit auf den kürzlich veröffentlichten Greenpeace Kinderbekleidungstest.

Test Kinderbekleidung: gefährliche Chemie

Greenpeace hat am 14. Jänner 2014 den Report „Kleine Monster im Kleiderschrank“ veröffentlicht, für den Kinderkleidung auf bedenkliche Chemikalien untersucht wurden. Die Produkte von zwölf bekannten Marken, wie Disney, Burberry, Adidas oder Primark, enthalten gefährliche Chemikalien, darunter hochgiftige, das Hormonsystem beeinflussende Substanzen. Nicht nur am Produktionsort führen sie zu Verschmutzungen in Flüssen und Seen, durch Waschen der Kleidung gelangen sie auch in heimische Gewässer.

Weitere Luxus-Marken müssen folgen

„Burberry erlangt seinen Ruf als Detox-Trendsetter – Seite an Seite mit Valentino zeigt die britische Marke Führungsqualität am Luxussektor. Das Bekenntnis von Burberry zu giftfreier Mode ist aber auch ein Zeichen dafür, dass die Kritik von Konsumentinnen und Konsumenten ernst genommen wird. Nun liegt es an Burberry, konkrete Schritte zu mehr Transparenz in der Lieferkette und zur Auslistung gefährlicher Chemikalien zu setzen. Darüber hinaus müssen weitere Luxusmode-Hersteller, wie Versace oder Louis Vuitton dem Beispiel von Burberry folgen, um unseren Kindern nicht nur giftfreie Kleidung, sondern auch eine giftfreie Zukunft zu ermöglichen“, so Kaller abschließend.  

Quelle: Greenpeace

Themen