Primark verbannt Chemikalien aus Lieferkette

Auch Disney oder Adidas müssen entgiften

Newsartikel - 10 Februar, 2014
Der irische Textilriese Primark, seit 2012 auch mit Filialen in Österreich vertreten, hat sich heute der internationalen Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen und wird bis 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus seiner Lieferkette verbannen. Kleidungsgiganten wie Disney und Adidas sind gefordert, diesem positiven Beispiel zu folgen.

Primark ist damit nach dem Luxus-Label Burberry bereits das zweite Unternehmen, das sich innerhalb von zwei Wochen nach Veröffentlichung des jüngsten Greenpeace-Reports „Kleine Monster im Kleiderschrank“ zum „Entgiften“ seiner Mode entschließt. „Auch der Primark als Diskonter kann damit zu einem Ende dieses Mode-Albtraums beitragen“, freut sich Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace.

Kleine (Chemie-)Monster im Kleiderschrank

Für den Greenpeace-Report „Kleine Monster im Kleiderschrank“ wurden Kinder-Kleidungstücke von zwölf verschiedenen Marken – darunter auch in Österreich gekaufte Produkte von Primark und Burberry – auf giftige Chemikalien wie etwa Nonylphenolethoxylat, per- und polyflourierte Chemikalien oder Phtalate (Weichmacher) untersucht. 

Zusagen von Primark

Primark verpflichtet sich unter anderem dazu, alle gefährlichen Chemikalien in all seinen Produkten und quer durch die gesamte Produktionskette bis zum Jahr 2020 zu beseitigen.  Außerdem sichert der Modehersteller Transparenz in der gesamten Lieferkette zu. Erreicht werden soll das über die Verpflichtung der Lieferanten zu Bekanntgabe der eingesetzten Chemikalien auf einer öffentlichen Plattform.
Aufbauend auf dieser schrittweisen Entwicklung, die Bedingungen und die Transparenz innerhalb der Lieferkette zu verbessern, fordert Greenpeace Primark außerdem auf, die offenkundigen Probleme des Unternehmens im sozialen Bereich ebenfalls zu lösen und die Bedingungen für die Menschen, die für Primark nähen, zu verbessern. Gute Arbeitsbedingungen und Umweltschutz müssen laut Greenpeace Hand in Hand gehen.

Disney und Adidas müssen folgen

„Auch der Textildiskonter Primark geht nun als positives Beispiel für die Modeindustrie voran. Unverständlich ist, dass sich andere Kleidungsgiganten, wie Disney oder Adidas noch immer auf Chemie-Monstern in Kinderkleidung setzen“, betont Kaller,
„Primark muss nun seine Versprechungen umsetzen und in konkrete Schritte umwandeln, damit alle Kinder in einer giftfreien Welt aufwachsen können“