Newsartikel - 26 April, 2012
Die langjährige Lobby-Arbeit der Agro-Industrie hat gefruchtet. Das brasilianische Parlament stimmte gestern einer Änderung des Waldgesetzes zu, das die Zerstörung des Amazonas Regenwald vorantreibt.
Dilma kann ein Veto einbringen!
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat nun 14 Tage Zeit den Vorstoß abzusägen, bevor die Gesetzesänderung bestätigt wird. Die Entscheidung liegt bei ihr - ob ein Gesetz zum Schutz des weltweit größten Regenwaldes Wochen vor dem Umweltgipfel in Rio abgeschwächt wird, oder nicht.
Schreiben Sie Dilma, sich gegen eine Änderung des Waldgesetzes auszusprechen
Auswirkungen des neuen Waldgesetzes
- Die geplanten Änderungen des Waldgesetzes würden den ohnehin dürftigen Schutz des Regenwaldes zusätzlich schwächen.
- Die Abholzung des Regenwaldes würde voranschreiten, zusätzliche CO2-Emissionen hervorrufen und den Klimawandel verstärken.
- Der Druck auf Indigene Gruppen, die ohnedies schon darunter leiden, dass bereits 18% des Amazonas Regenwaldes unwiederbringlich zerstört wurden, würde steigen.
- Eine Studie der Universität von Brasilia rechnete aus, dass durch eine Änderung des Waldgesetzes die Abholzungsrate um bis zu 50% bis 2020 steigen könnte.
- 22 Millionen Hektar – nahezu die Größe von Großbritannien – würde der Abholzung zum Opfer fallen.
Hoffnung statt Verzweiflung
Über 130.000 Brasilianer und Brasilianerinnen haben eine offizielle Petition an die Regierung bereits unterzeichnet und sich für Null Abholzung oder “desmatamento zero” ausgesprochen. Der brasilianische Fußballstar Kaká, viele Künstler und Musiker unterstützen ebenfalls diese Initiative. Greenpeace UnterstützerInnen auf der ganzen Welt können mithelfen den Amazonas zu retten. Machen Sie mit beim Brazilian Friend Finder.