Verschnaufpause für den Amazonas

Newsartikel - 30 Juli, 2009
Der brasilianische Regenwald erhält eine weitere kleine Atempause. Ein weiteres Jahr wird in dem Land keine Soja auf neu gerodeten Urwaldflächen angebaut.

Das Soja-Moratorium wurde 2006 von Soja-Händlern (Abiove), Greenpeace und anderen Umweltverbänden beschlossen und wird seitdem jedes Jahr verlängert. Davor hatte Greenpeace mit einer Kampagne auf die Bedrohung durch die Regenwaldrodung aufmerksam gemacht.

Als Verbraucher sind wir direkt mit dem Soja-Anbau in Brasilien verbunden. So wird ein Großteil der im Amazonas-Gebieten angebauten Bohnen als Ausgangsstoff für Agro-Diesel oder Tierfutter nach Europa exportiert. Österreich importiert jährlich 600 000t Soja - den Großteil aus Brasilien.

Grosse Firmen wie McDonalds, Ritter Sport, Carrefour und Marks & Spencer haben nach Veröffentlichung des Greenpeace-Reports «Eating up the Amazon» im Jahr 2006 reagiert und die brasilianischen Lieferanten aufgefordert, sich nicht an der Zerstörung des Regenwaldes für den Soja-Anbau zu beteiligen und diese Greenpeace-Foderungen auch heuer mitgetragen.

So ist die Verlängerung des Sojamoratoriums zwar ein Erfolg, aber es gibt noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Amazonas-Regenwald ist für alle Menschen alleine wegen seiner Relevanz für das weltweite Klima zu kostbar um ihn zu zerstören.

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