Teil 1: In Hong-Kong

„Welcome on board of the Rainbow Warrior, on our “Ocean Defenders Tour” - my name is Manuel – one of the deckhands at the moment, if you got any questions, please don’t hesitate and ask…“

So begrüßten wir am letzten Wochenende in Hong Kong unzählige Menschen auf unserem legendären Flaggschiff der Rainbow Warrior.
Wir wollen den Menschen auf unserer Tour näher bringen, wie wichtig der Schutz der Meere ist und wie es um den Tunfisch in den Weltmeeren bestellt ist. Gleichzeitig bedeutet so eine Tour „Greenpeace zum Anfassen“  - denn  wer kann sich schon genau vorstellen, wie man auf einem Greenpeace-Schiff so lebt? Über tausend Menschen kamen zu Besuch. Was auf unserem Greenpeace-Schiff los ist, welche Hintergrundarbeit vor Aktionen erledigt werden muss und welche internationale Crew an Aktivisten und Aktivistinnen hier ihren Idealismus auslebt, interessiert viele. Damit ihr dafür nicht extra nach Hong-Kong fliegen müsst, möchte ich darüber in den kommenden Monaten in diesem Blog berichten.
Denn einmal mehr darf ich als einer der wenigen Österreicher, die jemals Fuß auf die Rainbow Warrior gesetzt haben, mit dabei sein. Mit dabei  als Deckhand auf einem Greenpeace Schiff, das so viel Geschichte geschrieben hat, das so viele Leute inspiriert und berührt hat und in dem nicht zuletzt unendlich viele Arbeitsstunden und wohl hunderte Liter Schweiß geflossen ist. Von vielen Deckmitarbeitern und anderen Freiwilligen, die dieses Schiff 21 Jahre lang auf ihrem Weg begleitet haben. Diesmal ist es die letzte Ausfahrt der Rainbow Warrior – ihre Abschiedstour, bevor sie eine neue Mission beginnt. Das ist aber eine andere Geschichte, die noch geheim ist.

Momentan liegen wir in Hongkong im Hafen und feiern die "Open Boat Days" - sprich das Boot ist offen, für Menschen die das Greenpeace-Schiff kennenlernen wollen. Die Besucher und nicht zuletzt auch die freiwilligen Helfer aus den Greenpeace-Büros aus Hong Kong und Beijing begrüßen die Crew derartig herzlich, als ob sie eine kleine Ewigkeit auf unsere Ankunft gewartet hätten und lassen uns schon bei ihrer Begrüßung spüren wie groß die Freude ist. Zur typischen Zeremonie des Drachentanzes mit einem speziell für uns angefertigten grünen Drachen werden wir am Central Peer willkommen geheißen. Das soll unserer Tour Glück bringen.

Mittlerweile sind schon zwei Wochen in dieser beeindruckenden Stadt verstrichen und wir alle hatten Gelegenheit einen Eindruck von den Menschen hier, aber auch von den ökologischen Problemen der Stadt zu bekommen. Die restlichen wenigen Tage in dieser Metropole - die so viele Einwohner hat wie ganz Österreich - wollen wir nutzen so gut es geht, bevor wir weiter  in Richtung Korea ablegen.

Im nächsten Blog könnt  ihr dann darüber lesen, wie sich unsere Crew an Bord eingelebt hat.

Manuel