Zum zweiten Jahrestag der schrecklichen atomaren Katastrophe in Japan besuche ich mit einem Greenpeace-Strahlenmessteam Fukushima. Wir wollen die radioaktive Belastung um die havarierten Reaktoren messen und die Menschen in der Region besuchen.

Ankommen in Fukushima

Fukushima ist ein Distrikt auf der japanischen Hauptinsel Hokkaidō. Am 11. März 2011 kam es in der Atomanlage Fukushima Daiichi zur Kernschmelze, die sich auf vier der sechs Reaktorblöcke ausdehnte. Die ausgetretene Strahlung hat große Teile der Region unbewohnbar gemacht.

Strahlenmessinstrumente für Fukushima.

Meine Kollegen, Heinz Smital und Thomas Breuer, sind als Atom-Experten für Greenpeace bereits seit mehreren Tagen in den Städten Fukushima City, Iitate und an anderen Orten unterwegs, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Gemeinsam mit Daniel Müller, unserem Fotografen, habe ich mich ihnen gestern angeschlossen. Trotz Streik am Hamburger Flughafen konnten wir uns Heinz und Thomas in Fukushima City pünktlich anschließen.

Radioaktive Verstrahlung von Fukushima

Zwei Jahre nach der schweren Nuklearkatastrophe wollen wir mit den Menschen in Japan sprechen und das Erinnern wach halten. Mein erster Eindruck aus einer Stadt nach der Nuklearkatastrophe: Die Menschen versuchen, ein normales Leben zu führen, doch die Auswirkungen der Katastrophe sind auch heute noch deutlich spürbar. Man muss nur hinschauen (wollen).

 
Cornelia Deppe-Burghardt, Pressesprecherin Greenpeace Deutschland