Es ist so weit: nach genau 100 Tagen ohne rasieren steht der letzte Tag der Klimakonferenz in Kopenhagen vor der Tür. Das bedeutet, dass die Bärte dran glauben müssen.

Was haben wir mit dieser Aktion erreicht? Nicht so viel. Wir haben uns etwas Zeit erspart, die eine oder andere Rasierklinge, und vielleicht eine halbe Kilowattstunde Strom. Aber es gab ja auch kein Ziel, nur ein Mittel - ungehemmter Bartwuchs.

Zuweilen haben wir uns Spott, Hohn und auch Neid ausgesetzt. Es hat ziemlich gejuckt, vor allem am Anfang. Beziehungen haben gelitten. Wir haben gelernt, dass man einen Bart auch waschen muss. Menschen haben uns nicht erkannt. Sogar große Missverständnisse hat es dadurch gegeben: alle Medien haben berichtet, dass vier Greenpeace-Aktivisten den Balkon des Bundeskanzleramtes besetzt hätte. Doch es waren tatsächlich nur drei, was darauf zurückzuführen ist, dass sich die Bartträger nicht einmal mehr gegenseitig erkannt haben.

Umgebracht hat uns das alles nicht; und auch wenn vielleicht mal einer von uns geschwächelt hat, wir haben alle durchgehalten – wie gestandene Mannsbilder eben.

War es das also jetzt? Nicht ganz. Einmal noch geben wir es uns, und zwar richtig. Wir werden uns den Bart abrasieren, aber den Schnauzer noch einen Tag stehen lassen, und damit eines der stilistischen Highlights der 80er Jahre wiederbeleben. Haben wir Pech, und dieser eine Tag reicht um einen neuen Trend zu setzen, dann stehen wir dazu. Das waren wir!