Am 25. April hat Greenpeace die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, die herausfand, dass Gap Inc. mit einem Zulieferer in Indonesien zusammenarbeitet, dessen Abwasser die Umwelt vergiftet. Hinter dem Namen Gap Inc. steckt nicht nur das bekannte Mode-Label Gap, sondern auch andere große Marken wie Banana Republic und Old Nay. Der indonesische Zuliefererbetrieb namens PT Gistex Group wurde dabei ertappt, einen Cocktail aus gefährlichen Chemikalien und pH14 in das lokale Wassersystem freizusetzen.

Gap hat bisher versagt. Gap wurde bereits für Giftskandale in China, Mexiko und nun auch in Indonesien, verantwortlich gemacht. In Gaps Kleidung wurden bereits gefährliche Chemikalien nachgewiesen. Gaps Mitbewerber haben sich bereits dazu verpflichtet, sich der Entgiftung der Bekleidungsindustrie anzuschließen. Gap hat noch keinen Schritt gesetzt, diesen fortdauernden umweltschädlichen und ethischen Ungerechtigkeiten beizukommen oder diese zu vermeiden.

Aufgrund der Tatsache, dass Gap bis jetzt in keiner Weise aktiv geworden ist, ist es von großer Bedeutung, dass alle Menschen, die aktiv werden können, mit soviel Information wie möglich versorgt werden. Gestern wurden E-Mails an das Gap Inc. Management-Team sowie an den Geschäftsführer versendet. Alle diese Verantwortlichen werden dazu aufgerufen, ihren Einfluss und ihre Macht dafür einzusetzen, dass Gap eine Vorbildfunktion für weitere Unternehmen einnehmen soll. Gemeinsam mit Gaps Zulieferbetrieben können sie es schaffen, das Wasser zu entgiften.

Werde heute aktiv!

Bitte "like" und/oder teile diesen Bericht auf Facebook! Gemeinsam können wir den Verantwortlichen eine klare Botschaft übermitteln und endlich giftfreie Fashion fordern!

Gap, Be Bright – #Detox our Water

Sehr geehrter Herr Glenn Murphy
Chief Executive Director
Gap Inc.

Vergangene Woche veröffentlichte Greenpeace International die Ergebnisse einer Untersuchung, die herausfand, dass eine Anlage in Indonesien einen Cocktail aus gefährlichen Chemikalien – unter anderem Nonylphenol, Antimon und Tributylphosphat und pH14 – ins Abwasser freisetzte. Dadurch gelangen diese Stoffe direkt in den Wasserkreislauf, von welchem Millionen von Menschen für den täglichen Bedarf abhängig sind.

Diese Anlage gehört PT Gistex Group, ein Zulieferbetrieb von Gap Inc. Diese Tatsache war Ihrem Team vollkommen bewusst.


Dies ist nicht das erste Mal, dass Gap Inc. mit umweltvergiftenden Zulieferbetrieben Geschäfte macht. In China und Mexiko haben Untersuchungen ebenfalls Zusammenhänge aufgedeckt, wo Gap mit Zulieferern arbeitete, welche gefährliche Chemikalien ins Wassersystem freisetzte.

Und das Problem verschlimmert sich weiter.

Untersuchungen haben ergeben, dass 78% der getesteten Produkte Spuren von Nonylphenol Ethoxylat enthalten - eine problematische Chemikalie, die sich, beim Gelangen in Flüsse, Seen und Meere zu einer noch gefährlicheren, schädlichen und Hormon-schädlichen Substanz entwickelt.

Die Präsenz dieser Chemikalie in Gap-Kleidung ist der Beweis dafür, dass giftige Substanzen verwendet und bei der Produktion frei gesetzt werden. Das bedeutet, dass die Verunreinigungen in China, Mexiko und Indonesien keine Einzelfälle darstellen. Des Weiteren heißt das, dass Sie Ihre eigenen KundInnen dazu gezwungen haben, unwissende Mitschuldige im Verschmutzen des Wasserkreislaufes zu werden. Ihre KundInnen haben nämlich beim Wäsche waschen als Helfershelfer gehandelt und hormonell wirksame Substanzen in den Wasserkreislauf freigesetzt.


Vergiftetes Wasser betrifft Millionen Menschen auf der ganzen Welt

Einige dieser betroffenen Menschen haben beschlossen, dass “genug genug ist und verschaffen sich nun Gehör in den Medien, online, an den Orten der Verschmutzung oder auch vor den Geschäften.

Diese Gruppe von Leuten besteht nicht nur aus AktivistInnen und MitgliederInnen der betroffenen Regionen, sondern auch aus Menschen der -Modeszzene sowie Fans und KonsumentInnen.

Zwei gemeinsame Anliegen verbinden all diese Menschen miteinander: schöne Mode darf nicht auf Kosten der Umwelt produziert werden. Überdies haben wir alle das Recht daruf zu wissen, welche Chemikalien sich in der Kleidung , die wir kaufen, befinden und welche Gifte in weltweite Wasserwerge freigesetzt werden.

Letztendlich sollte die Kleidung, die wir tragen, eine Geschichte haben, auf die wir stolz sein können.


Ihre größten Konkurrenten wie Zara, Uniqlo, Levi’s und Mango haben sich bereits alle dazu verpflichtet, ihre Bekleidung und ihre Lieferkette zu „entgiften“. Die Menschen beginnen sich allmählich zu fragen, wie viele weitere rufschädigende Giftskandale Gap benötigt, bevor das Unternehmen Verantwortung übernimmt.

Die bisherigenen Greenpeace-Aktionen haben die Chance, als Widerhall in unsere gemeinsame Geschichte einzugehen.

Ich appelliere an Sie, das Problem zu lösen, indem Sie sich öffentlich dazu verpflichten, mit Ihren Zulieferbetrieben in Indonesien und auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, um alle giftigen Chemikalien aus den Produktionsprozessen und Produkten zu eliminieren. Mit dem Ziel, eine giftfreie Zukunft mitzugestalten!

Bitte, werden Sie einTeil der Lösung und schließen Sie sich der Greenpeace-Detox-Kampagne an! Be bright!

Hochachtungsvoll,
Ashov Birry
Chemie-Experte , Greenpeace Südostasien
www.greenpeace.org/detox