Gefaltete Papierschiffe im Netz als Symbol für ein Umdenken weg von industrieller Überfischung hin zu einer nachhaltigen Fischerei!

© Philip Reynaers / Greenpeace

Das letzte selbst gefaltete Papierschiff an das ich mich erinnern kann, habe ich vor Jahren an der Istrischen Küste zu Wasser gelassen. Vollgepackt mit Kinderträumen. Ein paar (Anmerkung: der Redaktion: einige!) Jahre später, stehe ich nun rund 90 Kilometer nördlicher hier in Koper und schicke erneut ein Papierschiff auf die Reise. Diesmal weiß ich wo es landen wird und die Botschaft, die darauf zu lesen ist, ist eindeutig: "Save our Oceans, before it’s too late".

Mein Schiff segelt diesmal nicht alleine, es ist Teil einer Flotte die mittlerweile fast 30.000 Schiffe umfasst. Gemeinsam mit der Arctic Sunrise ist die Flotte entlang der europäischen Küste unterwegs um für Rückenwind zu sorgen - für eine nachhaltige Fischerei und für ein Umdenken in der Fischereipolitik.

Am 19. März 2013 startete das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise in Rumänien seine Tour entlang der europäischen Küste. Bis Juni 2013 wird das Greenpeace-Team von Hafen zu Hafen fahren um kleingewerbliche Fischer zu unterstützen, deren Lebensgrundlage aufgrund der umweltfeindlichen EU-Fischereipolitik gefährdet ist und um Stimmung für die wichtige Kehrtwende in der Gemeinsamen Europäischen Fischereipolitik (GFP) zu machen. Über deren Reform wird noch bis Juni 2013 zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den Fischereiministern der Mitgliedsstaaten verhandelt.

Das Greenpeace-Schiff hat bereits in Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Kroatien und Slowenien Station gemacht. Tausende von Menschen jeglichen Alters haben das Greenpeace-Schiff besucht und sich informiert, sich eine Meinung gebildet und diese auch kundgetan. Darunter auch EU-Fischerei-Kommissarin Maria Damanaki, deren Papierschiff auch Teil der Flotte ist.

Ich habe Schüler, Großeltern, Umweltschützer, Fischer und Politiker beim Schiffe basteln beobachtet - konzentriert und bedacht. So unterschiedlich ihre Vorstellungen auch sein mögen, ob sie gerne Fisch essen oder nicht, am Ende zählt eine Gemeinsamkeit, die uns wohl alle verbindet: der Wunsch auch in Zukunft noch Meere zu haben, in denen prächtiges faszinierendes Leben herrscht. Dafür steht jedes einzelne Schiff, das Teil der symbolischen Flotte ist, die Greenpeace in Brüssel an die Fischereiminister übergeben wird. Dort wird sich dann im Juni entscheiden, wie es mit der europäischen Fischerei zukünftig weitergehen wird…

Auch online wächst die Flotte, werde Teil davon und hilf uns der Politik den Weg zu weisen:

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