Anja Freudenberg berichtet von den Klimaverhandlungen in Bonn, Vorverhandlung für die Weltklimakonferenz (COP 17) im südafrikanische Durban im Herbst 2011.

Bis jetzt gibt es keine neuen nenneswerten Entwicklungen. Der Mittwoch verging ohne ein Eröffnungsplenum, weder von SBI (UN-Körperschaft für Implementierung) noch von SBSTA (UN-Körperschaft für wissenschaftliche und technologische Beratung). Die Arbeitsgruppe für LCA (Ad Hoc Working Group on Long- term Cooperative Action under the Convention) verbrachte den Tag in informellen, geschlossenen Meetings und allein die Arbeitsgruppe für KP (Ad Hoc Working Group on Further Commitments for Annex 1 Parties under the Kyoto Protocol) tagte offen, doch ergebnisreich waren diese Debatten deshalb auch nicht.

Frustrierend war auch der Workshop zum Thema stärkere Partizipation von Beobachter-Organisationen. Aber nicht, weil sich die Parteien mit ihren Streitpunkten im Kreis drehten, sonder weil es zur Abwechslung einmal gar keinen Streitpunkt gab. Erfreulich ist es auf jeden Fall, als NGO von allen Seiten mit Wertschätzung und Lob berieselt zu werden, aber selbst das wird spätestens nach drei Stunden zu viel des Guten. Mit Spannung darf jetzt das “Nachspiel” dieser überwältigenden Übereinstimmung abgewartet werden. Wirklich erfreulich wäre die tatsächliche Umsetzung besprochener Ideen zur tieferen Einbindung von NGO’s in den Verhandlungsprozess.

Liebe Grüße, Anja