Schüler der Junior High School am Weg nach Kopenhagen

Hallo! Ich bin Daniel Kutschera, 13 Jahre alt und Schüler in der Junior High School in Wien. Gerade bin ich in Kopenhagen, um bei der Klimakonferenz dabei zu sein. Warum? Weil sich unsere Schule sehr fürs Klima engagiert und wir gemeinsam mit dem Klimabündnis rauf gefahren sind. Ich erwarte mir, dass sich die Politiker dort einigen, und eine Lösung finden, mit der das Weltklima tatsächlich geschützt wird. Wir müssen heute die Gründe akzeptieren und verändern, um weitere Probleme zu verringern. Alle sollen endlich aufwachen, und sehen, dass eine neue Zeit angefangen hat. Jetzt handeln ist wichtig!

Wir werden leider nicht in die Konferenz hineinkönnen, das geht gar nicht mehr. Nur diejenigen, die schon einen Ausweis haben, kommen hinein von den Ngo´s. Gestern waren wir auf einem „side event“, da waren ebenfalls interessante Sachen - , z.b. über das Gütesiegel für das Meer MSC.

Ich würde gerne zumindest in die Nähe vom "Bella Center" (dem Ort der Klimakonferenz), aber da bin ich alleine mit dem Wunsch. Keiner will nur in die Nähe, da die Polizei recht leicht wen mitnimmt, und die U-bahnen nicht mal mehr dort stehen bleiben.

Dafür waren wir gestern beim Berlakovich. Zuerst in seinem Hotel, da kam er nicht, und dann endlich um sieben am Abend im Mariott. Nach einem Sicherheitscheck haben wir in der Halle gewartet. Er kam recht pünktlich und meinte, dass die EU mit ihren fixen Zusagen alleine dasteht. Wir haben die Kindermeilen übergeben, Fotos mit unserem Banner und den 4 Forderungen für den Klimaschutz gemacht - recht stimmungsvoll. Nachher sind wir in der Halle in ein gemütlicheres Eck und wir Schüler haben unsere Anliegen vorgebracht, wie, dass man die Dringlichkeit einfach wahrnehmen soll und in politische Taten umsetzen soll. Peter Molnar vom Klimabündnis hat ebenfalls gemeint, er bräuchte mehr Unterstützung für Gemeinden, die energieautark werden wollen. Er hat ihm die knapp 300 Gemeindenamen gegeben, die den 4 Klimaschutzpunkten zugestimmt haben. Wir haben ihm auch gesagt, dass wir ein kleines Land sind, also im Vergleich zu anderen, leicht steuerbar und wendig, und wir nicht immer auf die großen Länder warten müssen, es gibt sehr wohl Taten, die wir im Alleingang setzen können.

Im Großen und Ganzen gut gelaufen mit dem Herrn Umweltminister, zu viel nett wollte ich nicht, aber unfreundlich war ich auch nicht, sogar sehr freundlich. Aber die Österreicher stellen sich dar als die, die als einzige für Klimaschutz sind.

Daniel