Ratgeber Grüne Elektronik v.18

Der 18. Ratgeber „Grüne-Elektronik“

Jeden Tag verbringen wir Stunden vor unserem Computer, unserem Handy oder Tablet. Egal ob wir beruflich damit arbeiten, oder nur  in der Freizeit nutzen. Diese kleinen Geräte versüßen unser Leben in der Tat, haben aber nicht unbeträchtliche Auswirkungen auf unseren Planeten.

Oft werden wir gefragt, welches Elektronikunternehmen wir empfehlen können. Rund um die Weihnachtsshoppingtage intensivieren sich diese Anfragen. Wir beantworten diese Anfragen sehr sorgfältig – es steckt jede Menge Recherche, Analyse und Interaktion mit den Elektronikfirmen dahinter.

Die „grünste“ Alternative ist freilich nur das zu Kaufen, was unbedingt notwendig ist, gebrauchte Ware zu kaufen oder den Lebenszyklus der eigenen Produkte zu verlängern – durch Upgrades oder den Austausch einer schwachen Batterie. Das „grünste“ Elektronikgerät ist noch immer das, welches nicht gekauft wurde.

Braucht man unbedingt ein neues Technik-Gadget, gibt es dennoch gute Neuigkeiten: Viele Elektronik-Unternehmen haben sich an der Nase genommen und giftige Chemie aus ihren Mobiltelefonen, Computern und Tablets entfernt. Das ist der wichtige Schritt in die richtige Richtung. Er ist jedoch nicht wie aus heiterem Himmel passiert – Hauptantrieb sind kreative Kampagnen – unterstützt von jeder und jedem von uns.

Die nächste große Herausforderung steht uns bevor: Die schmutzige Energie, die für die Produktion der Geräte gebraucht wird und die den Klimawandel vorantreibt, muss angepackt werden. Ein Branche, die jährlich etliche Milliarden Euro Umsätze macht, , könnte Unmengen an fossil erzeugter Energie durch den Umstieg auf Erneuerbare Energieträger ersetzen und einen bemerkenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Darum veröffentlicht Greenpeace heute den 18. Ratgeber für Grüne Elektronik, in welchem 16 führende Elektronik-Unternehmen mit ihren Produkten und Praktiken nach Umweltkriterien beurteilt werden.

Diese Unternehmen sollen beispielgebend dafür sein, dass nicht noch mehr Elektronikmüll in Asien oder Afrika landet und mit sauberer, erneuerbarer Energie statt mit schmutziger, fossiler produziert wurde. Elektronik-Unternehmen muss bewusst sein, welchen Einfluss sie auf die nationale Energieversorgung in ihren Ländern haben können, wenn sie selbst auf saubere Weise produzierte Energie einsetzen.

Genau aus diesem Grund ist die indische Firma Wipro an erster Stelle in unserem Ratgeber „Grüne Elektronik“. Sie verwendet Erneuerbare Energien, setzt sich aber auch für diese in Indien ein, setzt auf Recycling und auf den Ausstieg aus giftigen Substanzen in ihren Produkten.

Damit hat Wipro für andere Mitstreiter die Latte hoch gelegt, es ihnen gleich zu tun. Der taiwanesische Computerhersteller Acer hat sich gemausert und gleich um neun Stellen verbessert und so auf Platz vier empor gearbeitet. Acer hat bei seinen Zuliefern bei den Treibhausgasemissionen, bei giftigen Substanzen, Mineralien aus Konfliktgebieten und nachhaltig produziertem Papier eingegriffen. Mit HP (Platz 2), Nokia (Platz 3) und Dell (Platz 5) bilden Wipro (Platz 1) und Acer (Platz 4) die Top 5. Apple rutschte von Platz 5 auf 6 ab. Blackberry Produzent RIM bleibt auf Platz 16.

Der Ratgeber bewertet die allgemeine Performance von Unternehmen, nicht spezifische Produkte – und gibt einen Überblick über gelebte Nachhaltigkeit bei diesen großen Elektronik-Konzernen.

Wie gut ist jener Hersteller platziert, dessen Produkte ich gekauft habe?

Einige Unternehmen haben sich seit der letzten Fassung unseres Ratgebers bemüht, andere jedoch kaum. Doch Sie müssen nicht sofort ihre Lieblingsmarke aufgeben. Viel besser wäre es, wenn Sie den Hersteller wissen lassen, wie er sich verbessern kann!

Hinterlassen Sie einen Kommentar auf deren Facebook-Seite und teilen Sie diesen Ratgeber „Grüne Elektronik“ mit Ihren FreundInnen und Ihrer Familie. Jede(r) von uns – Unternehmen und Privatpersonen – trägt Verantwortung, unsere Erde ein Stück nachhaltiger zu machen.