Jai Ho heißt ungefähr "geschafft" und ist gerade ein geflügeltes Wort in Indien, nachdem es auch der Titel des Oscar gekrönten Titelsongs von Slumdog Millionaire ist. Und Jai Ho!!! hat's gestern auch bei Greenpeace in Indien geheißen. Seit 2 Jahren kämpfen wir hier für das Ende von ineffizienten Glühbirnen. Diese "Ban the Bulp" Kampagne war der Einstieg in die Klimaarbeit für Greenpeace in Indien und gestern haben wir diese Kampagne gewonnen. Zwar nicht zu 100 Prozent, so wie wir wollten, aber immerhin hat die indische Regierung einen Mechanismus beschlossen mit dem bis 2012 400 Millionen Glühbirnen ausgetauscht werden. Die Rolle von Greenpeace wurde von der Regierung ausdrücklich betont und wir wurden eingeladen, die Umsetzung zu begleiten und mit allen relevanten Akteuren die Details zu vereinbaren. Das gibt uns gleich tolle Möglichkeiten weiter Effizienzmaßnahmen voran zu treiben.

Jetzt klingt "Glühbirnen" immer so nach Alibimaßnahme. Im indischen Fall ist es das aber nicht, und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen geht es bei 400 Millionen Glühbirnen um den Strom aus ungefähr 4 Kohlekraftwerken, und das ist schon was. Wahrscheinlich aber wichtiger ist die politische Bedeutung der Maßnahme. Indien hat einen Klimaplan, der eigentlich ganz ok ist. Einzig Indien hat in diesen Plan weder Fristen noch Ziele hineingeschrieben. Dieser Glühbirnenaustausch ist jetzt die erste Konkretisierung des indischen Klimaplans und darauf lässt sich aufbauen. Wir werden diesen Schwung jetzt nützen um weitere Fristen und Ziele, etwa beim Ausbau von erneuerbaren Energieformen, einzufordern. Gerade in Richtung der entscheidenden Konferenz in Kopenhagen heißt es dran bleiben, damit wir noch möglichst oft Jai Ho!!! feiern können.

Lieben Gruß, Bernhard