Anja Freudenberg berichtet von den Klimaverhandlungen in Bonn, Vorverhandlung für die Weltklimakonferenz (COP 17) im südafrikanische Durban im Herbst 2011.

Heute nur eine kurze Meldung - Japan wurde nominiert zum Fossil des Tages! Was es damit auf sich hat? Wir alle wissen Fossilien sind konservierte Überreste ausgestorbener Spezies. Als solche verhalten sich leider so mache Abgeordnete- durch starrsinniges festhalten an überholten Technologien und kurzsichtigen politischen Standpunkten.

Erst vor drei Monaten hat die gesamte Welt mit Entsetzen auf Japan geschaut und den Opfern der Fukushima Katastrophe Beileid und Mitgefühl entgegengebracht. Aber trotz dieser unfassbaren Zerstörungen, gab dieses Ereignis vielen Menschen die Hoffnung, das Fukushima nicht nur ein Denkmal für unsagbares Leid werden könnte, sondern auch als Symbol für einen Neuanfang in die Geschichte eingehen könnte. Die darauf folgende und in Rekordzeit beschlossene Energiewende in Deutschland, Japans Versprechen keine Verminderungen seiner Emissionsreduktionsziele zu beanspruchen und das italienische Referendum gegen Atom baten Grund zum Anlass, diese Hoffnung könnte bestätigt werden.

Fukushima ist eine Lektion aus der vor allem Japan gelernt haben sollte, nicht weiter mit dem Feuer zu spielen, sondern extensiv auf erneuerbare Energie umzusatteln. Umso mehr kam es wie ein Schlag in Gesicht für (fast) alle Beteiligten, also Japan darauf bestand weiterhin nukleare Energie zu verwenden für Clean Development Mechanisms (Mechanismen für saubere Entwicklung). Eine Frechheit die leider nicht genügend Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit findet. Ob es dann tatsächlich klappen wird atomare Energie von Bord zu schmeißen oder nicht, werden wir hoffentlich bis Ende der Woche erfahren!

 

Liebe Grüße, Anja