© Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Die japanische Regierung hat den Ausstieg aus der Atomenergie verkündet. Angestrebt wird dieser bis 2030, jedoch spätestens bis zum Jahr 2040. Japan zieht die Lehren aus der Katastrophe von Fukushima. Damit wird die Regierung den ungewohnt starken Protesten der japanischen Bevölkerung und dem Willen der Mehrheit gerecht, sich ganz aus dieser zerstörerischen Technologie zurückzuziehen. Wirtschaftskreise wollen diese Wende noch nicht wahrhaben und hoffen auf eine Revision dieses Entscheids, falls die Regierung im politisch labilen Land neu besetzt und Premier Noda abgesetzt wird.

Ein klares Signal für die Atomindustrie

Bleibt es bei dem Entscheid, wirft das die Atomindustrie in eine noch tiefere Krise als sie derzeit bereits ist – sie müsste anfangen, nach einem Ausweg aus ihrer Sackgasse zu suchen. Nach Deutschland, der Schweiz und Belgien, die aus der Atomindustrie aussteigen, nach einem gerichtlich verhängten Bewilligungsstopp in den USA, nach der Schliessung des AKW Garoña bei Álava in Spanien (ein Mühleberg-Fukushima-Typ) wird die gebetsmühlenartig propagierte „Renaissance“ endgültig absurd. Jetzt geht es ans Aufräumen!