Auch das große asiatische Modelable UNIQLO aus Japan entgiftet.

Die zwölfte globale Modemarke wird sauber: Als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne Detox für giftfreie Mode will die größte asiatische Modemarke Uniqlo ihre Kollektion entgiften. Das Unternehmen aus Tokio gibt heute bekannt: Alle umwelt- und gesundheitsschädlichen Textilchemikalien werden bis zum Jahr 2020 aus der Produktion verbannt.

Mit über 900 Geschäften zählt Uniqlo zu den erfolgreichsten zehn Modeketten der Welt. Zum japanischen Mutterkonzern Fast Retailing Group zählen neben Uniqlo auch die High-Fashion-Marken Comptoir des Cotonniers, Princessetam.tam und Theory. Produkte aller Marken der Fast Retailing Group sollen giftfrei werden.

Verkauft werden die Textilien in über 2000 Geschäften weltweit.

Bereits dieses Jahr will die Fast Retailing Group für 80 Prozent ihrer Produktionsstandorte offenlegen, welche Chemikalien verwendet und freigesetzt werden. Damit erfüllt Uniqlo nach Levi's, Zara, Mango und Esprit eine zentrale Forderung der Greenpeace-Kampagne: Die Menschen in den Produktionsländern sollen Informationen erhalten, welche Schadstoffe durch Fabrikabwässer in Flüsse und damit in die Nahrungskette gelangen. Dazu zählen krebserregende und hormonell wirksame Substanzen.

Die Fast Retailing Group ist das zwölfte Unternehmen, das sich den Forderungen der weltweit beachteten Greenpeace-Kampagne Detox anschließt. Im Jahr 2011 verpflichteten sich bereits die Sportartikel-Hersteller Puma, Adidas, Nike, Li Ning und die Modemarken H&M, C&A und Marks & Spencer zu einer giftfreien Produktion. Greenpeace-Untersuchungen belegten bereits 2011, dass gefährliche Textilchemikalien durch Fabrikabwässer im Herstellungsland und durch die Haushaltswäsche im Absatzland freigesetzt werden können.