Wer die Lebensmittelproduktion der Welt kontrolliert, der kontrolliert die Menschheit!

Seit das erste Patent auf eine gentechnisch veränderte Nahrungsmittelpflanze genehmigt wurde, haben große Konzerne wie Monsanto, Bayer, BASF, Syngenta oder Pioneer entdeckt, welch unermessliches Potenzial für ihre Konzerngewinne darin liegen kann. Da diese Unternehmen für gewöhnlich als Aktiengesellschaften organisiert sind, arbeiten sie strikt gewinnorientiert. Damit tritt die weltweite Produktion von Lebensmitteln in eine neue, noch nie dagewesene Dimension ein: Nicht mehr die Qualität, die ein Lebensmittel für uns Konsumenten hat, wird in Zukunft darüber entscheiden, ob die Pflanze angebaut wird, sondern nur noch, welches Potenzial diese Pflanze für die Gewinnmaximierung der Aktiengesellschaft hat. Qualität wird nicht mehr vom Konsumenten definiert, sondern von Aktionären. Ein Wendepunkt in der Produktion unserer Lebensmittel!

Möglich ist diese Entwicklung, weil Unternehmen ihre gentechnisch veränderten Pflanzen patentieren können. Damit sind sie Eigentümer und können bestimmen, wer wann welches Saatgut und zu welchem Preis anbauen darf. Gleichzeitig kaufen sie traditionelle Hersteller von Saatgut auf und verdrängen so nach und nach alles Saatgut vom Markt, auf das sie kein Patent besitzen. Während uns Konsumenten Werbung gezeigt werden, in der wir Wiesen im Sonnenschein sehen und Bauern, die ihre Tiere noch beim Namen nennen, zieht sich im Hintergrund eine unvorstellbare Machtkonzentration in der Hand von wenigen Unternehmen zusammen.

Ein Beispiel:

Reis ist Grundnahrungsmittel für mehrere Milliarden Menschen und damit auch ein gewaltiger Markt. Der deutsche Pharma-Konzern BAYER versucht momentan diesen Markt mit seinem gentechnisch veränderten Reis LL62“ zu erobern und über Patentrechte abzusichern.

Geblendet von der Aussicht auf ein Milliarden-Geschäft, riskiert Bayer dafür die Lebensgrundlage von zigtausend Reisbauern, setzt erwiesenermaßen die Gesundheit der Bevölkerung einer potenziellen Gefahr aus und akzeptiert, dass irreparable Schäden an der Natur entstehen können. (Details zu den Gefahren dieser Reissorte )

Wenn es Bayer gelingt, ihren Plan zu vollenden, steht die Nahrungsmittelsicherheit von mehreren Milliarden Menschen auf dem Spiel. Bayer wird dann Kontrolle ausüben können.

Kommende Woche, am Dienstag den 12. Mai, wird Bayer seine Hauptversammlung der Aktionäre in Düsseldorf abhalten. Greenpeace wird dabei sein! Über diesen Blog wirst Du erfahren, was dort geschieht.

Philipp Strohm, Gentechnikexperte