Werden weitere Spielzeugfirmen nachziehen?

Als Ken letzten Monat mit Barbie Schluss gemacht hat, war Mattel nicht die einzige Firma, dessen Rolle in der Zerstörung der Regenwälder aufgedeckt wurde. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass auch Hasbro, Lego und Disney ihre Spielzeuge in Papierprodukte einpacken die von den Regenwäldern Indonesiens kommen.

Die erste Spielzeugfirma die nun konkrete Schritte ankündigt ist Lego. Die Firma hat eine neue Stellungnahme zum Thema publiziert.

Wir haben von allen diesen Spielzeugfirmen verlangt, drei selbstverständliche Schritte zu machen:

  1. Kauft keine Papierprodukte mehr von Asia Pulp and Paper – dem schlimmsten Waldzerstörer Indonesiens – auch nicht von Firmen, die mit APP in Verbindung stehen.

  2. Kauft solange nichts von Asia Pulp and Paper bis diese ihre Arbeitsweise vor Ort verändern. Der Schutz der Regenwälder und der Biodiversität muss gewährleistet sein, die Rechte der Menschen welche von diesen Wäldern leben respektiert werden.

  3. Nehmt eine Vorreiterrolle ein. Verwendet nur nachhaltige Waldprodukte für alle eure Spielzeuge und Verpackungen. Dazu müsst ihr ab sofort neue Beschaffungsrichtlinien umsetzen welche für alle Papier- und Zellstoffprodukte gelten müssen.

Lego hat angekündigt, dass sie vorhaben keine Verpackungen von Firmen die in Regenwaldzerstörung involviert sind mehr zu kaufen. Sie haben bestätigt, dass dies bedeutet, dass APP ihnen nichts mehr liefern kann. Die Spielzeugfirma hat einen 3-Schritte-Plan entworfen, um die Auswirkungen ihrer Verpackungen auf die Wälder zu minimieren: erstens wollen sie Verpackungsmaterial reduzieren, zweitens wo immer es möglich ist Recyclingmaterial verwenden und drittens sicherstellen dass alle Frischfasern FSC zertifiziert sind.

Die anderen Firmen die in der Kampagne genannt wurden, haben sich bisher zu keinen klaren Schritten verpflichtet. Zu ihnen gehören Hasbro der Hersteller der Transformer, Disney und Mattel. Auf die Information, dass sie mitverantwortlich für die Zerstörung der Regenwälder sind und damit Lebensraum von Arten wie dem Sumatra Tiger vernichten, haben sie sehr kaum reagiert.

Der Stand dieser Firmen im Einzelnen:

Mattel

Es scheint, dass Barbie eingesehen hat, dass sie ein Regenwaldzerstörungsproblem hat. Doch gelöst hat sie dieses noch nicht. Mattels letzte Stellungnahme, die besagt wie sie mit Verpackungen aus Regenwaldzerstörung umgehen wollen reicht nicht. Es braucht mehr Informationen und einen Zeitplan. Dies sowohl für die Umsetzung der Richtlinie, wie auch darüber wann sie aufhören von APP zu kaufen. Wir fordern von Mattel das Problem nun anzugehen und eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Daher gilt weiterhin: mitmachen und bei Mattel anrufen (Auch Ken hat schon angerufen).

Hasbro:

Hasbro hat gesagt, dass sie ihre Lieferanten angewiesen haben, ab sofort nicht mehr von APP zu kaufen. Dies ist ein guter erster Schritt. Doch wenn sie wirklich ernsthaft jegliche Regenwaldzerstörung aus ihren Produkten entfernen wollten, dann würden sie eine umfassende Richtlinie umsetzen. Stattdessen greifen sie auf eine schwache Ankündigung zur Nachhaltigkeit zurück, welche sie 2010 gemacht haben. Wir haben aufgezeigt dass dies nicht genug ist, um die Lieferkette – und damit ihre Produkte - von Regenwaldzerstörung frei zu halten. Ohne umfassende Richtlinie mit Zeitplan bleibt das Risiko bestehen, dass berühmte Spielzeuge wie der Transformer und andere Hasbro Produkte in Karton aus Regenwaldzerstörung verpackt sind.

Disney:

Erstaunlicherweise hat Disney überhaupt nichts zu ihrem Regenwaldzerstörungsproblem verlauten lassen. Sie haben keine öffentliche Erklärung über Lieferungen von APP abgegeben oder darüber wie sie ihre Richtlinien verbessern wollen. Deshalb fragen wir uns: wann werden Mickey und Minnie die Sache in Ordnung bringen?