Beeindruckend: Mehr als 200 Meeresumwelt- und Naturschutzzorganisationen - darunter Greenpeace - haben in einem offenen Brief die 27 Fischereiminister Europas an ihre Verpflichtung erinnert, die Fischbestände bis 2020 zu einer nachhaltig nutzbaren Größe aufzubauen. Obwohl dies die Staats- und Regierungschefs bereits 2002 beschlossen hatten, versuchen gerade die Länder der gnadenlosen Überfischungsindustrie wie Spanien und Frankreich, dieses Ziel in der EU-Fischereireform aufzuweichen. Der Brief rechnet zudem vor, wie durch die Inkaufnahme der Überfischung jährlich Fangerträge im Wert von 3 Milliarden Euro verloren gehen.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird die europäische Fischereipolitik überarbeitet - eine einmalige Chance, der Überfischung in der EU ein Ende zu setzen! Die Reform der europäischen Fischereipolitik ist in der heißen Phase. Nachdem sich die EU-Kommission und im Februar auch das EU-Parlament für eine ehrgeizige Reform ausgesprochen haben, liegt der Ball jetzt im Feld der Fischereiminister. Sie müssen feststellen, dass die bis jetzt von ihnen vertretene Position weit hinter der des EU-Parlaments zurückfällt.

Die Sammlung der Logos der unterzeichnenden Nichtregierungsorganisationen erstreckt sich über 8 Seiten und liefert einen guten Überblick über das who-is-who des europäischen Meeresschutzes: