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Heute, Donnerstag war wieder ein aufregender Tag. Unser Marsch führte uns in den frühen Morgenstunden direkt zur Botschaft Brasiliens, welche wir mit lautem Salsa-Tanz und passendem Trommelwirbel aufweckten. Unter dem Motto: „What do you want?“ - „Climate Justice!“, “When do you want it?“ - ”Now!” weckten wir heute die gesamte Stadt auf! Radfahrer und Passanten blieben stehen, tanzten teilweise mit. Das Berührendste war für uns ein kleines Kind, das voller Freude mit unserer Climate Chance- Fahne spielte und nicht mehr aufhören wollte zu lachen. Eine Dame, die sich mit unseren verkleideten Kühen unterhielt, war auch der Ansicht, jedermann sollte die Petition unterschreiben - es sollte quasi Pflicht sein - das gab uns erneut Motivation und Energie.

Unsere Mit-AktivistInnen, Maira und Rafael aus Brasilien, haben dann den brasilianischen Botschafter getroffen. Brasilien ist bei der Klimakonferenz eines der Schlüsselländer, weil in diesem Land sehr viel Regenwald abgeholzt wird. Das wirksamste Mittel gegen den Klimawandel ist aber der Schutz des Regenwaldes, denn im Regenwald ist eine große Menge an CO2 gespeichert. Wird Regenwald gerodet, wird dadurch das eingespeicherte CO2 freigesetzt – insgesamt 1/5 der globalen CO2-Emissionen wird durch Abholzung freigesetzt! Eines der wichtigsten Ziele für Kopenhagen ist also, die Regenwald-Abholzung zu stoppen. Greenpeace fordert von den Industrieländern, einen internationalen Urwaldfonds einzurichten, der Tropenwaldländern, wie Brasilien, Geld für den Schutz ihrer Wälder und des Klimas zur Verfügung stellt.

Nach dem Marsch zur brasilianischen Botschaft hatten wir wieder Schicht bei unserem Zelt.
Heiße Zuckermandeln, die man in der gesamten Stadt ergattern kann, versüßten uns den kühlen winterlichen Tag. Morgen wird die deutsche Botschaft aufgerüttelt… wir lassen uns überraschen!
Lieben Gruß, Dagmar

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Unser Zelt bei Tag...

 
Donnerstag, 03. Dezember 2009

... und bei Nacht.