Verheerende Stürme und verlorene Leben, zerstörte Häuser, Hitzewellen und bedrohlich Buschfeuer, stark fallend winterliche Temperaturen, Dürren, Überschwemmungen und sogar Schneestürme in der Wüste. Das ist die Realität unseres Wetters - es ist keine Prognose. Es passiert heute. Jetzt. Und es wird noch schlimmer, wenn wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verlängern. Unsere Abhängigkeit bringt uns noch soweit, dass die Kohlendioxid-Emissionen außer Kontrolle geraten.

2011 erreichten die CO2-Emissionen nach den Daten aus dem International Energy Agency (IEA) ein Rekordhoch, als wir 31,6 Gigatonnen des Treibhausgases in die Atmosphäre gepumpt haben, das für die globale Erwärmung verantwortlich ist. Es kann schlimmer kommen, weil sich noch mehr Emissionen in der Planung befinden. Es sei denn, wir ändern das.

Point of no return

 

Der neue Greenpeace Report "Point of No Return" hat errechnet, dass 14 große Kohle-, Öl- und Gas-Projekte zu zusätzlichen 6,3 Gigatonnen der globalen CO2-Emissionen jährlich bis 2020 führen können. Das ist eine 20% ige Steigerung gegenüber dem derzeitigen Niveau und mehr als die jährlichen Emissionen der USA. Solch ein massiver Sprung der CO2-Emissionen würde die Welt in Richtung 5 bis 6 Grad Celsius Erwärmung bringen, was den Planeten Erde auf einen Pfad katastrophalen Klimawandels bringt.

Sollte das geschehen, werden die extremen Wetterereignisse, mit denen wir heute zu kämpfen haben, alltäglich werden. Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden, muss der Anstieg der globalen Temperaturen unter dem UN-Ziel von 2 Grad gehalten werden.




Die Pläne, die unsere Zukunft massiv bedrohen reichen von massivem Kohleausbau in Australien, China, den USA und Indonesien, dem Ausbau der Ölförderpläne in den Sanden Kanadas, in der Arktis und Brasilien sowie neuer Gas-Produktion in der Kaspischen See und den USA. Unternehmen wie Shell, BHP Billion, Peabody, Enbridge, Gazprom, Cairn Energy, Petrobras oder BP profitieren vom Klimawandel.

Doch es gibt Alternativen.

Ecofys, Berater für saubere Energien, die uns bei der Erstellung des Reports unterstützt haben, zeigen uns einen Weg, wie wir eine 75% ige Chance zur Vermeidung eines Klima-Chaos haben, wenn der Höhepunkt der Emissionen bald überschritten wird und der Ausstoß von CO2 dann um 5% pro Jahr sinkt.

Stoppen wir diese 14 schmutzigen Energie-Projekte und damit die neuen CO2-Emissionen, könnten wir etwa ein Drittel der gesamten notwendigen Reduktion zur Abwendung eines zukünftigen Klimaschocks abdecken.

© Greenpeace / Zhiyong Fu

Die Greenpeace Energy [R]evolution zeigt, dass erneuerbare Energien und Energieeffizienz uns die Energie liefern können, die wir zum Leben und für das Wachstum unserer Volkswirtschaften benötigen. 2011 produzierten die Energieerzeuger 30% erneuerbare Energien, im Jahr 2005 waren es noch weniger als 5%. Das explosive Wachstum kann und muss es auch weiterhin geben.

Verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien werden nicht nur zu mehr Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum führen, sie werden unsere Welt auch vor dem Abgrund bewahren. Heuchelei von Regierungen werden uns jedoch Gefahr für die Zukunft bringen. Die Regierungen, die diese 14 Kohle-, Öl- und Gas-Projekte genehmigt haben, waren sich alle einig, die globale Erwärmung unter 2 Grad zu halten. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Projekte weiterhin genehmigt und gefördert werden, die letztlich zur Zerstörung führen.

Es ist Zeit, dass diese Regierungen ihr Glücksspiel mit unserer Zukunft beenden und die Lösungen unterstützen, die den Planeten vor einem Klimachaos verschont.