Open Boat in Rio de Janeiro auf der Rainbow Warrior.

Die Verhandlungen über die Abschlusserklärung des UN-Gipfels Rio+20 sind kurz vor dem Eklat. Der Schutz der Meere ist hoch umstritten.

Auch der deutsche Umweltminister Altmaier (CDU) ist nun da und hat bereits klare Botschaften gegeben. Deutschland will eine Aufwertung des UN-Umweltprogramms sowie Ziele zum Meeresschutz als Ergebnis sehen.Die Kanzlerin will sich auf dem G20-Gipfel ebenfalls für das UN-Umweltprogramms UNEP einsetzen, sagte Altmaier.

Hoffentlich zeigt sie diesen Einsatz auch für die Weltmeere! Dann könnte Rio+20 zum  Meeresgipfel werden. Bis heute ist es unklar, ob der Meeresschutzplan kommen oder von den USA verhindert wird.

Die großen Schwellenländer haben sich mit Venezuela getroffen, das mit aller Macht die Schutzgebiete für die Hohe See verbieten will. Die Gründe sind nicht ganz klar, aber das Land ist ein wichtiger Öl-Lieferant für die USA. Die USA sind das Hauptproblem bei den Meeresverhandlungen.

CO2-Emissionen im Vergleich 1992 - 2012

Bis spät nachts haben die Länder über Themen wie Finanzierung einer nachhaltigen Entwicklung, Fahrpläne für die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen sowie die Green Economy beraten. Bei all diesen Themen stellt sich die Frage, was auch nur annähernd helfen würde, die Klima- und Umweltprobleme unseres Planeten zu lösen. Die auf dem Tisch liegenden Optionen werden es jedenfalls nicht. Das Gastgeberland Brasilien drängte gestern bereits vehement auf einen Abschluss der Gespräche.

Bevölkerungswachstum im Vergleich 1992 - 2012

Nicht nur Greenpeace, auch die Europäische Union sieht dagegen weiteren Verhandlungsbedarf und viel Spielraum für Verbesserungen. «Wir sind nicht glücklich mit dem Text», hieß es aus der EU-Delegation, wie die dpa meldete. Offensichtlich geht es Brasilien eher darum, irgendeinen Text fertigzustellen, als eine Vereinbarung für einen guten Text!

Update, 17.00 Uhr: Das ZDF hat mich interviewt. Das Video “Zeit für grüne Energie” kann hier angesehen werden.

20 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio ist vom damaligen Optimismus und Veränderungswillen nur noch wenig zu spüren.

Quelle: Greenpeace Deutschland