Tatort: Tankstelle

© Michiel Wijnbergh / Greenpeace

Vergangen Freitag haben Greenpeace-Aktivisten an Shell-Tankstellen in Holland gegen die rücksichtslosen Ölbohrpläne des Konzerns in der Arktis protestiert, die seitdem sozusagen – zumindest für heuer- auf Eis gelegt wurden. Der Grund für diesen friedlichen Protest war ebenso simpel wie einleuchtend: Die Arktis ist massiv vom Klimawandel betroffen. Shell zu erlauben dort nach Öl zu bohren, würde die ohnehin bereits katastrophale Situation nur noch weiter verschlimmern.

Erst in den letzten Tagen wurde verkündet, dass das arktische Eis seine geringste Ausdehnung seit Beginn der Aufzeichnungen aufweist. Die Eisschmelze wird durch Firmen wie Shell, die Jahrzehnte lang die Abhängigkeit der Gesellschaft von fossilen Energieträgern vorangetrieben haben, mit verursacht. Darüber hinaus ist die Arktis im Falle eines Ölunfalls noch verwundbarer als andere Regionen unseres Planeten. Die extremen Wetterbedingungen, starke Stürme und niedrige Temperaturen machen Bohrungen gefährlich und ein Unfall würde dieses einzigartige Ökosystem auf lange Zeit schädigen.

Also worum geht es?

Auf der einen Seite haben wir eine NGO mit ein paar Aktivisten, von denen einige als Eisbären verkleidet an Tankstellen protestiert haben, um die Menschen über die Bohrpläne von Shell aufzuklären. Auf der anderen Seite steht ein Unternehmen, das bereits am Klimawandel Mitschuld trägt und nun auch noch versucht hoch riskante Ölbohrungen in der Arktis durchzuführen. Eine Seite von den beiden versucht nun einen Gerichtsbeschluss zu erwirken, damit alle gefährlichen Aktivitäten gestoppt werden und verlangt 1.000.000 Euro, sollte gegen diese Anordnung verstoßen werden.

Ratet mal, wer ist hier wer?

Shell versucht Greenpeace per richterlichem Bescheid von Protesten innerhalb einer 500m Zone bei Shell Tankstellen und Büros abzuhalten, indem sie Strafzahlungen in der Höhe von € 1.000.000 fordert.

Kommt euch das viel vor?
Uns auch!

Aus diesem Grund sind die holländischen Kollegen in Amsterdam vor Gericht, um diese Forderung von Shell anzufechten und um eines klarzustellen:
Greenpeace lässt sich nicht so einfach zum Schweigen bringen und empfindet das Vorgehen von Shell als Angriff auf die Meinungsfreiheit!

Bereits über 1, 8 Millionen Menschen haben unsere Petition zum Schutz der Arktis bereits unterzeichnet. Helft mit, dieses einzigartige Ökosystem zu schützen!
www.savethearctic.org