© Jeff Christensen / Greenpeace

Prada, Dolce&Gabbana, Chanel und Hermès werden von Greepeace AktivistInnen besucht

Inmitten der regnerischen New York Fashion Week sind vier Luxus Modemarken von Greenpeace Putztrupps begrüßt worden. Diese fordern von ihnen die Einführung einer regenwaldfreundlichen und giftfreien Geschäftspolitik. Die AktivistInnen haben Schaufenster mit riesigen Bildern dekoriert, welche Regenwaldzerstörung sowie Verschmutzung mit giftigen Chemikalien zeigen, sowie dazu einladen, Teil der Lösung zu sein.

Abgesehen davon, dass diese Luxusmarken schon seit Jahrzehnten in der Modewelt dafür bekannt sind, neue Trends zu setzen, haben diese eines gemeinsam: Sie bilden die Schlusslichter des letzte Woche veröffentlichten Luxusmode-Rankings von Greenpeace. In diesem wurde die Umweltpolitik der führenden italienischen und französischen Modehäuser bewertet.

Das Ranking zeigt, ob diese Marken Verantwortung für die Herkunft ihres Leders sowie ihres Verpackungsmaterials übernehmen oder ob dieses aus Quellen stammt, die mit Regenwaldzerstörung in Verbindung gebracht werden können. Weiteres Kriterium betrifft die Verwendung gefährlicher Chemikalien in der Textilproduktion.

Von den 15 untersuchten Marken erzielten Prada, Dolce&Gabbana, Chanel and Hermès nur ein "Schwarz". Das bedeutet, dass sie sich geweigert haben, die Fragen von Greenpeace zu beantworten und der Öffentlichkeit transparente Informationen zu bieten. Was könnten sie zu verheimlichen haben?

Ungeachtet dessen, dass Gespräche mit Greenpeace bedeuten, dass sich diese Marken völlig darüber bewusst sind, dass die luxuriöse Papierverpackung, das Büropapier und das Leder, das sie verwenden, möglicherweise zur Zerstörung der Regenwälder beitragen könnte, haben diese Unternehmen nicht einmal minimalste Vorkehrungen zur Vermeidung des Einkaufs von umstrittenen Bezugsquellen getroffen.

Außerdem haben sie in Bezug auf gefährliche Chemikalien in der Textilindustrie ihre Köpfe in den Sand gesteckt, trotz der Tatsache, dass bekannt ist, dass Textilfabriken in südlichen Ländern gefährliche und hormonell wirksame Chemikalien in die weltweiten Wasserwege freisetzen.

Prada, Dolce&Gabbana, Chanel und Hermès müssen nun führenden Marken wie Valentino und Nike folgen. Diese setzen aufgrund ihrer jeweiligen Geschäftspolitik Maßnahmen und Schritte zur Vermeidung von Entwaldung sowie zur Entgiftung der Textilproduktion.

Meine italienische Kollegin Chiara Campione sagt es am besten: "Schöne Mode sollte nicht die Welt kosten."

Die Ergebnisse des Rankings können hier nachgelesen werden.