Immer mehr Firmen entdecken, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen, sondern sogar sehr gut ergänzen.

So auch der Sportartikelhersteller Puma, der diese Woche in London eine große Umstellung des Verpackungs- und Distributionssystems angekündigt hat. So soll es anstelle der Schuhkartons ab Mitte 2011 eine wiederverwendbare Schuhtasche geben. Puma T-Shirts sollen nicht mehr in Taschen aus Erdöl, sondern im kompostierbaren Sackerl verpackt werden.

In solchen kompostierbaren Sackerln will Puma künftig T-Shirts verpacken.

Diese wiederverwendbaren Taschen sollen die bisherigen Schuhkartons ersetzen.

 

 

 

 

 

 

 

Weniger Verpackung ist eine Entlastung für die Umwelt, es werden unnötige Treibhausgasemissionen und Müllberge vermieden. Gleichzeitig spart das Unternehmen Kosten ein - also eine Entwicklung, von der alle profitieren.

Es wäre zu hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und mehr Firmen, auch in anderen Branchen, zu begreifen beginnen, dass umweltfreundliches Handeln gleichzeitig auch viele wirtschaftliche Vorteile hat.

Bei allem erfreulichen Engagement für die Umwelt sollte Puma jedoch nicht vergessen, dass die Arbeitsbedingungen in vielen Zulieferbetrieben der Sportartikelindustrie leider immer noch zu Wünschen übrig lassen. Viele Firmen wie Puma haben sich zwar der Fair Labor Association angeschlossen, doch die Clean Clothes Kampagne zeigt immer wieder Misstände auf, wie beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2008.

Was bei Lebensmitteln heute fast schon eine Selbstverständlichkeit ist, gibt es in der Bekleidungsindustrie noch immer nicht: Einen "Fairtrade"-Sportschuh, der garantiert, dass ein solches Produkt zu fairen Bedingungen produziert wurde, kann man im Handel bislang noch nicht kaufen.

Linktipp:

Claudia Sprinz, Greenpeace Konsumentensprecherin