Nach 42 Jahren ist in Japan kein Atomreaktor mehr am Netz. Die japanische Bevölkerung ist für diesen Atomausstieg und schafft es in bemerkenswertem Einsatz Strom zu sparen.

Die Regierung kann nun die Gunst der Stunde nutzen und die Stromversorgung in Japan zur Gänze auf Erneuerbare Energien umstellen. 

 

Nach der Reaktor- und Tsunamikatastrophe in Fukushima war klar, dass kein Reaktor die Sicherheitsbestimmungen erfüllen könne. Genauso schnell wie die Reaktoren heruntergefahren wurden, stieg die Protestbeteiligung der japanischen Bevölkerung für ein atomfreies Japan. Am Samstag gingen wieder 5.500 Menschen in Tokio auf die Straße und erteilten der Atomkraft eine klare Absage.

Japan bezieht nun seinen Strom aus einem Energiemix aus Erneuerbaren und fossilen Energien. Sie haben genau jetzt aber die unglaubliche Möglichkeit die Weichen in eine saubere Zukunft zu stellen. Gesetzt den Fall sie lernt von der Vergangenheit und hört auf die Bevölkerung und ihre Wissenschafter. Bis jetzt schafft Japan es bravourös mit überzeugtem Stromsparen und gezielten Stromabschaltungen deutlich weniger Energie zu verwenden. Die Firma des zerstörten Reaktors in Fukushima – Tepco –bestätigt, dass Japan mit der notwendigen Energie versorgt werden könnte.

Sollte es zu Stromengpässen in diesem Sommer kommen, dann hat die japanische Regierung versagt, den Stromverbrauch ordentlich zu planen und Ressourcen in den schnellen Ausbau von Erneuerbaren Energien zu stecken, erzählen uns unsere Kollegen von Greenpeace in Japan. Die japanische Bevölkerung wünscht sich nichts sehnlicheres, als offensichtliche Beweise der Regierung, dass sie sich endgültig von einem erneutem Hochfahren der Reaktoren verabschiedet.

Warum will die Regierung nicht davon ablassen und gefährdet nach wie vor die Bevölkerung? Warum sollten sich die Menschen erneut auf solche Risiken einlassen, wo die Erinnerungen und Wunden von der letzten Katastrophe noch so frisch sind?

Die Atom-Lobby blickt beunruhigt nach Japan und ängstigt sich davor, dass Japan ganz gut ohne Atomstrom zurecht kommt. Das wäre nämlich eine klare Absage für diese teure Technologie und ein wunderbares Beispiel für alle anderen Länder der Erde, sich ein Beispiel an Japan zu nehmen. „Schaut her, es ist ganz einfach!, könnte Japan dann sagen und den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und intelligenter Netze fördern.