Große Segel, grüner Anstrich und ein Regenbogen an der Seite - jede Rainbow Warrior sieht so aus: Das Schiff der Greenpeace-Flotte steht als Symbol für Greenpeace, Frieden und Umweltschutz.
Für mich verkörpert es noch viel mehr. Es ist das erste Greenpeace-Schiff, das ich besteigen, erkunden, ja sogar die Kapitäns-Brücke genauestens unter die Lupe nehmen kann. In jeden kleinsten Winkel blicke ich, öffne Notausgänge, blinzle durch Kajütenbullaugen und verirre mich im Maschinenraum. Und es hat mich vom ersten Moment an verzaubert.
Denn heute in der Fassmer Werft in Bremen hat unser Regenbogenschiff "open board". Aus aller Herren Länder sind Gäste gekommen, Spender und Spenderinnen, die den Bau unseres neuen Kampagnen-Schiffes überhaupt erst möglich gemacht hatten. Elegant liegt unser Motorsegler vor Anker und wartet auf seinen ersten Einsatz und die Taufe. Diese findet unter großer feierlicher Stimmung statt, mit bewegenden Worten und dem rührenden Appell der Taufpatin des Schiffes. "Wir Menschen sollen noch mehr auf Mutter Erde achten", findet Melina Laboucan Massimo, kanadische Aktivistin, die von den Cree-Indianern abstammt. Die alte Legende lebt mit der Taufe der neuen Rainbow Warrior weiter: "You can't sink a rainbow!"