Das Greenpeace Magazin / März 2013

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Birgit Bermann, act Chefredakteurin

Viele Jahre beherrschten Kettensägen und Bulldozer den indonesischen Regenwald. Abgeholzt wurde für Zellstoff für die Papierherstellung und Palmöl, das als „pflanzliches Fett" von unserer Lebensmittel- und Kosmetikindustrie zahllosen Produkten beigemischt wird. Die billigen Rohstoffe haben einen exorbitant hohen Preis: Zerstörung der Biodiversität, steigende CO2-Emissionen, gefährdete Tiger- und Orang-Utan-Populationen und ruinierte Existenzgrundlagen für die lokale Bevölkerung.

Dieses traurige Kapitel der Waldzerstörung geht seinem Ende zu: Einer der größten indonesischen Waldzerstörer hat einen Rodungsstopp verkündet! Greenpeace hat für dieses Ziel viele Jahre gekämpft. Endlich den nötigen Erfolg zu erzielen gibt uns die Kraft, weiter so entschlossen gegen nur scheinbar übermächtige Gegner vorzugehen. Wie im Amazonas – einem weiteren Brennpunkt der globalen Waldzerstörung. Unser Autor Martin Frimmel berichtet von den Bedrohungen, die der Wald und jene, die ihn zu schützen versuchen, ausgesetzt sind.

Während die Waldvernichtung zu den sichtbaren globalen Umweltproblemen zählt, kommen andere auf vergleichsweise leisen Sohlen daher – ihre Auswirkungen sind dennoch gigantisch. Seit den 1990er-Jahren wird ein Bienensterben beobachtet, das mittlerweile riesige Ausmaße angenommen hat. Die Ursachen und Lösungen sind bekannt, nun muss schleunigst etwas unternommen werden. Denn wir sind auf Bienen und andere bestäubende Insekten für die Sicherung unserer Nahrungsmittelproduktion angewiesen. Greenpeace startet diesen Frühling seine europaweite Bienen-Kampagne. Je mehr Menschen wie Sie uns dabei unterstützen, desto schneller werden wir erfolgreich sein – hier, im Amazonas und an allen anderen Schauplätzen der weltweiten Umweltzerstörung!

Mit herzlichen Grüßen Birgit Berman Chefredakteurin